Meldungsdatum: 21.10.2026

Neuer Name, klare Botschaft: Orange Days in Hamm richten sich gegen patriarchale Gewalt

Am 25. November macht der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen weltweit auf ein drängendes Problem aufmerksam: Gewalt gehört noch immer zum Alltag vieler Frauen und Mädchen, auch in Deutschland. Sie reicht von häuslicher Gewalt über sexualisierte Belästigung bis hin zu struktureller Benachteiligung. UN Women Deutschland legt den Fokus in diesem Jahr auf die besondere Verantwortung von Männern und Jungen bei der Beendigung dieser Gewalt. Indem sie als Vorbilder agieren und sich klar gegen Diskriminierung positionieren, leisten sie einen entscheidenden Beitrag zur Veränderung gesellschaftlicher Rollenbilder und zur Prävention von Gewalt.

Die Stadt Hamm setzt gemeinsam mit Partner:innen aus Beratungsstellen, Frauenverbänden, Polizei und Zivilgesellschaft ein deutliches Zeichen für den Schutz und die Rechte von Frauen und Mädchen. Im Aktionszeitraum der „Orange Days“ gibt es vom 6. November bis zum 10. Dezember zahlreiche Veranstaltungen, die informieren, sensibilisieren und zum Mitmachen einladen.

Das Programm im Überblick

Den Auftakt macht am 6. November um 19 Uhr die „Hammer Mama Party“ im Kulturrevier Radbod. Am 9. November bietet die Aidshilfe Hamm von 17 bis 19 Uhr beim Frauen*Testtag Beratung zu sexueller Gesundheit und Tests an. Die Telefonseelsorge informiert am 12. November um 19 Uhr auf Einladung der CDU Frauen Union im Café Mare über ihre Arbeit mit Betroffenen von häuslicher Gewalt. Am 14. November zeigt die Alevitische Gemeinde um 14.30 Uhr die politische Komödie „İçimden ben geldim“ („Ich kam aus mir heraus.“) in der Aula der Friedrich-Ebert-Realschule. Am 19. November erklärt die Familienrechtlerin Stefanie Höke um 18 Uhr in der Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen, was vor und nach einer Strafanzeige passiert und welche Rechte Betroffene haben. Am 21. November macht der Zonta Club Hamm/Unna beim Handballspiel des ASV Hamm gegen den HSC 2000 Coburg in der WESTPRESS arena auf das Thema aufmerksam. Am 24. November zeigen die Frauen-Clubs Inner Wheel, Soroptimist, Zonta im Cineplex Hamm den Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“; der Erlös der Tickets geht an das Frauenhaus Hamm.

Rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November finden mehrere Veranstaltungen statt: Vom 25. November bis zum 10. Dezember zeigt das Lesecafé der Zentralbibliothek die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“ in Leichter Sprache. Im selben Zeitraum präsentieren die Malteser Werke im Gustav-Lübcke-Museum die Ausstellung „Jede Arbeit ist ein Zeichen. Jedes Zeichen ein Anfang.“ mit Gallery Walk in der Innenstadt sowie Workshops vom 25. bis 27. November. Am 25. November um 19 Uhr diskutieren unter dem Titel „Hinschauen, Hinhören, Handeln“ Vertreter:innen aus Opferschutz, Frauenhaus, Beratung und Kirche im Gerd-Bucerius-Saal, begleitet vom Internationalen Frauenchor.

Patrick van Lier liest am 26. November auf Einladung des Frauenhauses Hamm um 18 Uhr im Gerd-Bucerius-Saal aus seinem Buch „Was wir Männer wirklich verlieren“. Am 27. November ist die Fotobox-Aktion „Wir zeigen Gesicht gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“ des Familienbüros und der Werkstadt für Demokratie von 14 bis 18 Uhr im Allee-Center zu Gast; um 18 Uhr veranstalten die Hammer Frauen in der SPD eine Lesung mit der Journalistin Lisa Starken („Wenn der Rechte Rand regiert“) im Maximare. Am 3. Dezember bietet die Polizei Hamm einen Gewaltpräventionskurs für Frauen mit Corinna Kamp an. Den Abschluss bildet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, die Mitmachaktion „Gemeinsam Waffeln backen für Menschenrechte“ im Stadtteilzentrum Hamm-Westen.

Außerdem werden vom 25. November bis zum 10. Dezember im Rahmen von „Orange Your City“ verschiedene Gebäude in Hamm orange angestrahlt. Am Rathaus und an den Bürgerämtern wird die Flagge „Frei leben, ohne Gewalt“ gehisst.

Für einige Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich, teilweise sind sie kostenpflichtig. Das vollständige Programm mit weiteren Informationen und Hinweisen zur Barrierefreiheit gibt es unter www.hamm.de/gleichstellungsstelle.

Warum „patriarchale Gewalt“?

Die Orange Days in Hamm stehen in diesem Jahr zum ersten Mal unter dem Motto „gegen patriarchale Gewalt“. Der Begriff benennt die Ursache des Problems: ungleiche, historisch gewachsene Machtverhältnisse und gesellschaftliche Strukturen, in denen Männlichkeit mit Dominanz verknüpft ist. Von Gewalt aufgrund dieser Machtstrukturen sind nicht nur Frauen betroffen, sondern alle Menschen, die nicht in das traditionelle, heteronormative Rollenbild passen, etwa lesbische, schwule, bi- und asexuelle, trans* und queere Menschen.

Hilfe bei Gewalt finden Betroffene unter www.hamm.de/gegen-gewalt.


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Programmvorstellung der Orange Days 2026

©  Schwartländer
Programmvorstellung der Orange Days 2026

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen: Akteur:innen der Orange Days 2026 stellen das Programm der Aktionstage im Hammer Rathaus vor.