Meldungsdatum: 22.10.2026
Wie wichtig es ist, offen über psychische Gesundheit zu sprechen, zeigte der Aktionstag „Seelische Gesundheit“ am 15. Oktober in der Städtischen Volkshochschule. Anlässlich des Welttages der seelischen Gesundheit bot die Veranstaltung ein vielfältiges Programm aus Fachvorträgen, Workshops, Informationsständen und persönlichen Gesprächen. Im Mittelpunkt standen psychische Belastungen und Erkrankungen, Möglichkeiten der Prävention sowie wohnortnahe Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige.
„Psychische Belastungen gehören zum Leben. Trotzdem fällt es vielen Menschen noch immer schwer, darüber zu sprechen oder sich Unterstützung zu holen“, betonte Dr. Ingo Gottschalk, Beigeordneter für Soziales, Jugend und Gesundheit. „Der Aktionstag setzte genau hier an: Er schuf Raum für Austausch, informierte über Hilfsangebote und gab Impulse für einen achtsamen Umgang mit seelischer Gesundheit und psychischen Erkrankungen.“
Das Programm berücksichtigte unterschiedliche Perspektiven. Expertinnen und Experten informierten unter anderem über Suizidprävention, Zwangsstörungen, Stressbewältigung, Achtsamkeit und Entspannung sowie über die Auswirkungen psychischer Belastungen auf den Körper. Weitere Beiträge widmeten sich der Vorsorge, dem Umgang mit Gefühlen, der persönlichen Krankheitsbewältigung und der Stärkung der psychischen Widerstandskraft in Krisenzeiten. Auch persönliche Erfahrungen fanden ihren Platz.
Eine besondere Bedeutung kam dem Zusammenspiel von professionellem Wissen und persönlichem Erfahrungswissen zu. Menschen, die selbst psychische Krisen oder Erkrankungen erlebt haben, konnten wichtige Perspektiven vermitteln und anderen Betroffenen Mut machen. Der Aktionstag verdeutlichte damit, dass Unterstützung unterschiedliche Formen annehmen kann: von Beratung und Therapie über praktische Hilfe im Alltag bis hin zu Selbsthilfe und dem Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen.
Der Aktionstag machte deutlich, dass seelische Gesundheit nicht allein eine medizinische Frage ist. Ebenso wichtig sind soziale Unterstützung, erreichbare Hilfsangebote und ein gesellschaftliches Umfeld, in dem psychische Erkrankungen nicht mit Scham verbunden sind. Dafür braucht es engagierte Fachkräfte, verlässliche Netzwerke und eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Akteurinnen und Akteure vor Ort.
Die Veranstaltung zeigte, dass ein offener Umgang mit seelischer Gesundheit und der Zugang zu verlässlichen Hilfsangeboten wichtige Voraussetzungen dafür sind, dass Menschen mit psychischen Belastungen und deren Angehörigen nicht allein bleiben. Die Landeshauptstadt dankt allen Beteiligten für ihr Engagement bei der Gestaltung des Aktionstages sowie den Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse.
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