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Leverkusen, 08. Februar 1999

Rathaussturm: OB will nicht weichen

Entschiedenen Widerstand kündigt Oberbürgermeister Dr. Walter Mende gegen alle Versuchen an, ihm an Weiberfastnacht, 11. Februar, die Macht im Rathaus zu entreißen. Gerüchteweise will Prinz Dieter II. samt Gefolge ab 10.30 Uhr versuchen, die Rathaus-Ponderosa zu erobern. Hierzu soll er sich bereits nach berittener Unterstützung umgesehen haben.

Mit den Worten "Der Sheriff verteidigt seine Ranch" kündigt der Oberbürgermeister an, in diesem Jahr keinesfalls vor der närrischen Gewalt kapitulieren zu wollen. Der Oberbürgermeister hat für das Rathaus eine entsprechende Bewaffnung mit Wurfmaterial und anderen Geschossen angeordnet.

Er bittet alle Leverkusener, tatkräftig mitzuhelfen, das am kommednen Donnerstag zur Ponderosa verwandelte Rathaus gegen alle Angriffe von außen zu verteidigen. Er habe keine Lust mehr, so Dr. Mende, schon wieder den Jecken weichen zu müssen. "Dieses Jahr ist endgültig Schluß" betont er nachdrücklich. Alle Leverkusener seien gefordert, einen breiten Verteidigungsring um den Rathausplatz zu bilden, damit der Prinz mit seinen Angreifern gar nicht erst durchkomme.

Wenn dies gelingt, wird sich der Oberbürgermeister mit seinen Cowboys und Indianern gegen 10.45 Uhr auf dem Balkon zeigen, sich nachdrücklich für die Unterstützung bedanken und jeden Bürger zum Hilfssheriff ernennen. Allen Mitbürgern, die Sheriff Walter beim Kampf um die Ponderosa unterstützen wollen, empfiehlt der OB, den Sieg über die Narren anschließend mit ihm ab 11.11 Uhr im Festzelt neben dem Rathaus gebührend zu feiern.

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