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Leverkusen, 14. November 2000
FORUM-AUFFÜHRUNG VON PUCCINIS - LA BOHÈME"
Giacomo Puccinis Oper "La Bohème" wird am Donnerstag, 23. November, im Forum von der Staatsoper Krakau in italieni-scher Sprache (Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica) aufgeführt. Michael Heinicke, der künstlerische Direktor der städti-schen Oper Chemnitz, ist – als Gast an der Staatsoper Krakau – der Regisseur der Produktion, für die Wolfgang Bellach (ebenfalls Chemnitz) das Bühnenbild entwarf. Die musikalische Leitung der Forum-Vorstellung hat Andrzej Straszynskí, der vor allem an der Staatsoper von Warschau tätig ist. Für die Hauptrollen (Mimi und Rodolfo) sind angekündigt: Malgorszata Lesiewicz und To-más Kuk. Die Aufführung (im Programm des städtischen Fachbe-reichs Kultur) beginnt um 19.30 Uhr; sie dauert (mit einer Pause) ca. 2 ½ Stunden.
Puccinis in Paris unter armen Künstlern spielende Oper nach den Romanszenen ("Scènes de la Vie de Bohème", 1849) Henri Mur-gers fand bei der von Arturo Toscanini dirigierten Uraufführung am 1. Februar 1896 in Turin eine freundliche
– wenn auch nicht enthusiastische Aufnahme durch das Premie-renpublikum, während sie von den meisten Kritikern zunächst ab-gelehnt wurde. Den weltweiten Siegeszug des Werkes, das schon bald zu den beliebtesten Repertoirestücken gehörte, konnten die "Bohème"-Gegner allerdings nicht verhindern. Puccini, der zuvor nur mit "Manon Lescaut" international Aufsehen erregt hatte, wur-de mit dieser Oper einer der berühmtesten zeitgenössischen Komponisten und galt nun allgemein als legitimer Nachfolger des großen Giuseppe Verdi, dessen Finalwerk "Falstaff" 1893 heraus-gekommen war. Mit der schnell anwachsenden Popularität der Puccini-Oper konnte es dann die (durchaus nicht unbedeutende) "La Bohème"-Version (1897) von Ruggiero Leoncavallo in keiner Weise aufnehmen.
Die tragisch grundierte Liebesgeschichte von Mimi, der an Tu-berkulose erkrankten kleinen Näherin, und dem Dichter Rodolfo wollten die Opernfreunde in aller Welt nur in Puccinis Vertonung, mit ihrer Vielzahl an betörenden Arien, Duetten und Ensemblenummern, erleben. Zu den frühen Fans des Werkes gehörte auch Claude Debussy, der bekannte: "Wenn man sich nicht fest-hielte, würde man hinweggefegt von der reinen Verve dieser Musik. Ich kenne niemanden, der das Paris dieser Zeit so gut be-schrieben hat wie Puccini in La Bohème."
Der Eintrittspreis (4 Preisgruppen) beträgt DM 49,50; DM 42,50; DM 37,50; DM 26,50. Im Vorverkauf sind Karten u.a.
an der "Stadt-Info" (City Point) – Telefon: 02 14/4 06-33 84 – erhältlich.
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