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Leverkusen, 03. März 1999

Grünes Licht für Etat

– Regierungspräsident Antwerpes läßt Haushalt 99 passieren – Oberbürgermeister freut sich über die wiedergewonnene Unabhängigkeit der Stadt

Mit Erleichterung haben Oberbürgermeister Dr. Walter Mende und Stadtkämmerer Rainer Häusler das Schreiben von Regierungspräsident Franz-Josef Antwerpes in Empfang genommen, der grünes Licht für den Stadtetat 99 gegeben hat. In einem Schreiben an die Spitzen der Ratsfraktionen am Dienstag, 2. März, konnte der Oberbürgermeister diese erfreuliche Mitteilung machen. Erstmals seit vielen Jahren hat Leverkusen wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen. "Die jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen einer konsequenten Sparpolitik von Rat und Verwaltung haben damit Früchte getragen", kommentierte der Oberbürgermeister in einer ersten Stellungnahme. "Mit der wiedergewonnen Unabhängigkeit gegenüber der einschränkenden Kontrolle der Aufsichtsbehörde sind wir wieder in die erste Liga der kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalen`s zurückgekehrt", so Mende weiter.

Damit hat auch die Zeit der vorläufigen Haushaltsführung ein Ende, die mit erheblichen Einschränkungen verbunden war. Auch Vereine und die Träger von Einrichtungen können jetzt verbindlich mit der Auszahlung von Zuschüssen rechnen.

Der Regierungspräsident hat die Zustimmung zum Haushalt der Stadt mit einigen mahnenden Hinweisen versehen, die vom neu zu wählenden Rat und der Verwaltung als hilfreiche Unterstützung anzusehen sind. Darin merkt er u.a. an, daß der Haushaltsausgleich nur mit Hilfe von Veräußerungserlösen in Höhe von rund 32 Mio. DMI erreicht worden sei. Außerdem befaßt er sich mit der Subventionierung der Müllgebühren aus Gebührenüberschüssen früherer Jahre.

In ihrem Schreiben an die Fraktionen stellt die Verwaltung richtig, daß außer den Veräußerungserlösen auch zusätzliche Sparmaßnahmen von jährlich 9 Mio. DM sowie eine Verbesserung des Rechnungsergebnisses von 1998 in Höhe von 8 Mio. DM, die bei der Haushaltsberatung noch nicht bekannt waren, zur Haushaltssanierung beitragen. Bei den Müllgebühren war aus Sicht der Verwaltung kein anderes Vorgehen möglich, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Haushaltsplanes die Eckdaten noch nicht bekannt waren, um die ab 1. Januar 1999 gültigen Gebührensätze exakt zu berechnen.

Im Ergebnis ist festzuhalten, daß die Stadt ihre Geschicke wieder mit Eigenverantwortlichkeit und in Selbstverwaltung gestalten kann.

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