Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 12. Dezember 2000

Arbeitskreis zur Verteilung von Mittel zur Förderung kommunaler Projekte tagte

Bocholt (pd).

Am Donnerstag, 07.12.2000, trat der vom Ausschuss für Soziales und Wohnungsbauförderung gebildete Arbeitskreis zur Verteilung der Mittel zur Förderung von kommunalen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit unter dem Vorsitz des stellv. Vorsitzenden des Sozialausschusses, Heinrich Stevens (CDU), zusammen. Es ging um die Verteilung der vom Land NRW für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 35.724,- DM.

Zum Arbeitskreis gehörten außerdem noch Brigitte Eckers (SPD), Reinhold Jansen (WSB) und Christine Übbing (B 90/DG) und der Vorsitzenden des Oekumenischen Arbeitskreises Eine-Welt Bocholt, Hans-Werner Pohl.

Anwesend waren auch die Antragsteller, die sich um Mittelzuweisung beworben hatten. Insgesamt waren von 23 Gruppen 21 Vertreter erschienen. Die Vertreter der Gruppen stellten zunächst ihre Projekte vor. In der sich anschließenden regen Diskussion rügten einige Vertreter die Verteilung der Mittel im Vorjahr. Insbesondere die abgestufte Mittelverteilung fand wenig Beifall. Die Gruppen, die im letzten Jahr nur je 1.000,- DM erhalten hatten, fühlten sich in der Würdigung ihrer Arbeit herabgesetzt, gegenüber den Gruppen, die im letzten Jahr mit 1.500,- DM bedacht worden waren.

Heinrich Stevens bat um Verständnis für die Entscheidung des Arbeitskreises. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Eine unterschiedliche Würdigung der Arbeit der Eine-Welt-Gruppen sei mit der letztjährigen Mittelverteilung aber keinesfalls verbunden gewesen Er erläuterte die Gründe, die zu einer abgestuften Mittelverteilung im letzten Jahr geführt hatten. Nach dem Erlass des Innenministers, seien die Projekte vorrangig zu fördern, die vor Ort, also unmittelbar in Bocholt sich mit der Thematik der Einen-Welt befassen und Bildungs- und Informationsarbeit leisten. Das bedeute aber nicht, dass die anderen Projekte weniger achtenswert seien. Herr Pohl warb bei dieser Gelegenheit für eine verstärkte Zusammenarbeit aller Bocholter Gruppen. Gemeinsam sei man stärker, könne viele Kräfte bündeln und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln wesentlich mehr erreichen.

Von der Stadtverwaltung wurde zugesagt, allen die Anschriftenliste der Eine-Welt-Gruppen zu übersenden, um eine bessere Zusammenarbeit und Kontaktaufnahme zu erleichtern.

Im Anschluss an die Diskussion zog sich der Arbeitskreis zu einer kurzen Beratung zurück und gab dann folgende Entscheidung bekannt: Der Oekumenische Arbeitskreis bekommt einen Betrag von 10.724,- DM, um den Eine-Welt-Laden an der Kreuzstraße weiterhin aufrecht erhalten zu können. Der verbleibende Betrag von 25.000,- DM wird gleichmäßig auf alle 23 Gruppen verteilt, so dass alle Gruppen 1.086,95 DM erhalten. Die Entscheidung wurde von den Anwesenden mit Beifall aufgenommen.