Auch in diesem Monat wurden in der Region erneut Tollwutfälle bei Tieren festgestellt. Diesmal waren Wermelskirchen und Solingen betroffen. Das Veterinäramt der Stadt Leverkusen legt unter Mithilfe der Jäger in der Zeit vom 8. bis 16. Mai wieder Impfköder für Füchse gegen die Verbreitung der Tollwut aus.
Bereits im März wurden über 1.300 Impfköder flächendeckend im Stadtgebiet verteilt. Um die heranwachsenden Jungfüchse nachhaltig zu immunisieren und so die Verbreitung der Tollwut einzudämmen, erfolgt nun eine gezielte Bautenbeköderung. Die Verteilung der 500 Impfköder wird dankenswerterweise wieder von den Leverkusener Jägern übernommen, die durch ihre Fach- und Ortskenntnis die Köder gezielt im Bereich der Bauten auslegen werden.
Die Köder stecken in einer braunen, runden Verpackung von vier Zentimetern Durchmesser und verbreiten einen starken Fett- und Fleischgeruch. Für Haustiere und freilebende Tiere ist der Impfstoff prinzipiell unschädlich. Hunde und Katzen dürfen bis nach Pfingsten nicht frei herumlaufen. Sie können zwar nicht erkranken, wenn sie die Köder fressen, sie gefährden aber den Erfolg der Aktion, weil dann Impfkapseln fehlen bzw. die Füchse in der Köderaufnahme gestört werden könnten.
Menschen können unter Umständen gefährdet sein, deshalb dürfen die Köder nicht berührt und nicht gesammelt werden. Wer doch mit dem Impfstoff in Kontakt kommt, sollte sich sofort gründlich mit Wasser und Seife waschen und sicherheitshalber einen Arzt informieren.
Das gesamte Leverkusener Stadtgebiet bleibt weiterhin tollwutgefährdeter Bezirk. Daher bittet der Fachbereich Veterinärwesen nochmals dringend darum, Hunde und Katzen gegen Tollwut schutzimpfen zu lassen.
Ein wirksamer Impfschutz besteht, wenn eine erste Impfung mindestens 30 Tage und längstens zwölf Monate zurückliegt. Die Impfung ist für Hunde und Katzen gut verträglich.
Weitere Auskünfte erteilt der Fachbereich Veterinärmedizin, Telefon 02 14/4 06-39 01. In dringenden Fällen ist der Amtstierarzt über die Feuerwehr in Leverkusen, Telefon 7 50 50, zu erreichen.