Leer -Die Außentemperaturen sinken. Da kann sich schnell wieder einmal die Frage ergeben, ob der Schulunterricht wegen Glatteis ausfallen muss. "Auf Rundfunkdurchsagen achten und im Zweifel selbst entscheiden", empfiehlt die Kreisverwaltung in Leer. Schulausfall könne eigentlich nur dann die Folge sein, wenn es durch so genannten Eisregen morgens plötzlich zu extremer Glättebildung komme und Straßen und Bürgersteige nicht mehr rechtzeitig wirksam gestreut werden könnten.
Eine solche Situation wird den Verantwortlichen der Kreisverwaltung über ein Frühwarnsystem mitgeteilt. Daran sind in der Kreisverwaltung Mitarbeiter des Amtes für Kreisstraßen und des Schulamtes aber auch Schulen an verschiedenen Stellen im Kreisgebiet und die Polizei beteiligt. Wenn der Vorschlag "Schulausfall" lautet und die Kreisverwaltung abschließend so entscheidet, wird dies sofort in einem genau vorgeschriebenen Verfahren dem Lagezentrum der Polizei in Oldenburg mitgeteilt, das dann für die Weitergabe an den Rundfunk sorgt.
Besondere Probleme gibt es dann, wenn extreme Glätte erst dann einsetzt, wenn die ersten Schüler und Busse schon unterwegs sind. Das ist in einigen Gegenden schon sehr früh der Fall. Wenn sich beispielsweise die Situation gegen sechs Uhr zuspitzt, schon bald danach die Entscheidung "schulfrei" getroffen wird und das bei den Verkehrsdurchsagen gegen 6.30 Uhr im Rundfunk zu hören ist, sind die meisten Busse und viele Schüler schon unterwegs.
Weil dann immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden, gibt die Kreisverwaltung vorsorglich einige Ratschläge und Hinweise: Bei entsprechenden Wetterlagen solle genau auf den Wortlaut der Durchsagen geachtet werden, weil manchmal für verschiedene Schulformen unterschiedliche Regelungen getroffen würden. Weitere Informationsmöglichkeiten gebe es auch beim NDR-Videotext (N 3, Tafel 110), im Internet unter www.ndr.de (im Bereich "Service") oder unter der Telefonnummer (05121) 49 39 99.
Aber auch wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet wurde: Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden die Eltern selbst, ob sie ihre Kinder überhaupt in die Schule schicken wollen. Wenn im umgekehrten Fall trotz des angeordneten Unterrichtsausfalls Schüler zur Schule kommen, sorgt die Schule für Aufsicht und Betreuung.
Alle betroffenen Schüler und Eltern sollten sich aber auch darüber bewusst sein, dass bei fast 25.000 Schülerinnen und Schülern im Landkreis Leer bei extremen Wettersituationen niemals alles vollständig und für alle zufrieden stellend geregelt werden könne, heißt es abschließend in der Mitteilung der Kreisverwaltung.
Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer
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