Leverkusens Partnerstadt in Israel, Nazareth-Illit, ist in der vergangenen Woche Ziel der Reise von Oberbürgermeister Dr. Walter Mende gewesen. Während des viertägigen Aufenthaltes informierte sein Amtskollege, Menachem Ariav, über die aktuelle Lage der Stadt. Nazareth-Illit stehen demnächst Wahlen bevor: Am 12. November werden die Bürger ihre Stadtverordneten und den OB in Direktwahl
neu wählen.
Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Raimund Gietzen und Günter Naves vom Fachbereich Rat und Bezirke galt das Interesse des OB insbesondere der wirtschaftlichen Situation der Partnerstadt. Die immense Zuwanderung von Menschen, vor allem aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, haben die Kommune seit Ende der 80er Jahre vor große Herausforderungen, auch im Hinblick auf neue Arbeitsplätze gestellt.
Die Delegation aus Leverkusen besichtigte - neben dem mit 750 Beschäftigten größten Arbeitgeber am Ort, einem Schokoladen-Produzenten - ein neues Unternehmen in Sachen Industrietechnologie. In dem Betrieb werden Halbleiter hergestellt.
Wie positiv die Kontakte und Beziehungen zwischen Leverkusen und Nazareth-Illit sind, bewies auch der offizielle Empfang im Rathaus. In Würdigung der langjährigen Freundschaft erhielt Oberbürgermeister Mende die goldene Anstecknadel der Stadt Nazareth-Illit durch Amtskollegen Ariav überreicht.
Der Staat Israel ist Teil einer spannungsgeladenen Region, und der Friedensprozeß zwischen Israelis und Palästinensern ist immer wieder von ernsten Konflikten überschattet, wenn nicht gefährdet. Vor diesem Hintergrund war ein Höhepunkt des Aufenthaltes ein Treffen von Ariav und Mende mit dem Bürgermeister von Eilat und dem Gouverneur der jordanischen Stadt Akaba. Ein Ergebnis dieser Zusammenkunft: ein gemeinsam verfaßtes offizielles Genesungsschreiben der vier an den schwerkranken König Hussein von Jordanien.