Aktuelles

Nachrichten

[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Druckansicht]
[zurück]

Leverkusen, 11. Mai 1999

OB eröffnete Ausstellung "Jacke wie Hose"

Mit Gesang, szenischen Darstellungen und Grußworten von Oberbürgermeister Dr. Walter Mende und der Leiterin des städtischen Frauenbüros Simone Fey-Hoffmann wurde am Montag, 10. Mai die Ausstellung "Jacke wie Hose" im Foyer des Leverkusener Rathausesvor zahlreichen Besuchern eröffnet.

Die Ausstellung dokumentiert, unter welchen Arbeitsbedingungen Frauen in der Dritten Welt und Osteuropa Kleidung, die über unsere Ladentheken geht, produzieren müssen. Die Frauen weben, nähen, stricken und stanzen für einen Hungerlohn. Betroffen hiervon ist auch Nicaragua, das Land der Leverkusener Partnerstadt Chinandega. Fast ausschließlich Frauen zwischen 14 und 25 Jahren müssen dort müssen dort wie auch in vielen anderen Ländern unter unzumutbaren Bedingungen für den Weltmarkt produzieren. Menschenrechtsverletzungen, Mißachtungen des Arbeitsrechts, Niedrigstlöhne, fehlender Kündigungsschutz, illegale Kinderarbeit und gesundheitsschädliche Tätigkeiten sind dabei eher die Regel als die Ausnahme. In einer kurzen Ansprache unterstrich OB Dr. Mende, daß das Schicksal dieser Menschen keinesfalls "Jacke wie Hose", also völlig egal sein dürfe. Vielmehr solle durch die Ausstellung Nachdenken, Betroffenheit und auch Handeln erreicht werden. Die eigene Zukunft bleibe nur lebenswert, wenn es gelinge, auch für die Menschen in der Dritten Welt annehmbare Lebensbedingungen zu schaffen. Über die Lokale Agenda seien die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen, betonte der OB. Abschließend lobte er ausdrücklich das breite Bündnis von Agenda 21, Frauenbüro, Volkshochschule, Verbraucherzentrale, Marienschule, Frauenausschuß der IG Bergbau-Energie-Chemie, Katholischem Bildungswerk und Evangelischem Kirchenkreis, daß es geschafft habe, die Ausstellung zu organisieren und ein breites Rahmenprogramm anzubieten. Die Ausstellung ist noch bis zum 21.Mai im Rathaus und danach an drei weiteren Standorten im Stadtgebiet zu sehen.

[Zurück]

Stadt Leverkusen - Pressestelle, Haus-Vorster Str. 8, 51379 Leverkusen, Telefon: (0214) 406-8861 - Telefax: (0214) 406-8862 Mail: presse@stadt.leverkusen.de

Die Pressestelle "Stadt Leverkusen" ist Mitglied bei presse-service.de [http://213.179.128.119/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de