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Leverkusen, 31. Januar 2001
Leipziger Pfeffermühle öffnet Zwangsjacken
Die Leipziger Pfeffermühle, nach wie vor eines der führenden Ka-barettensembles in den neuen Bundesländern, musste bereits 1956, zwei Jahre nach der Gründung, das erste Programm-Verbot hinnehmen, mehrere Produktionen der Folgezeit – bis in das letzte Jahrzehnt der DDR hinein – hatten dann das gleiche ehrenvolle Schicksal. Heute sind die Probleme, die sich für Vertreter des politisch-satirischen Kabaretts auf anspruchsvoller literarischer Basis ergeben, ganz anderer Art: Sie resultieren nicht zuletzt aus der Po-pularität der schrillen Comedy, die mit entschieden gröberen Mitteln als das traditionsreiche kabarettistische Genre arbeitet.
Die Pfeffermühle aber muss sich vor der scheinbar übermächtigen Konkurrenz nicht fürchten. Die Zahl ihrer Gastspiele und die erfreuliche Besucherresonanz der letzten Jahre beweisen, dass der fei-ner gemahlene Satire-Pfeffer, den die Leipziger über gesamtdeut-sche und globale Zu- und Missstände streuen, nach wie vor hochgeschätzt wird. In ihrem neuen Programm "Tag der offenen Zwangsjacken" rechtfertigen Heiderose Seifert, Burkhard Damrau und Dieter Richter (Regie: Horst-Gottfried Wagner) diesen Ruf mit einer spitzzüngig-ironischen Posse aus einem Irrenhaus, das der angeblich so "normalen" Außenwelt wenn schon nicht überlegen, so doch mindestens zum Verwechseln ähnlich scheint.
Termin: Samstag, 3. Februar 2001, 19.30 Uhr
Ort: Festhalle Opladen
Karten: 23,50 / erm. 12,50 DM; erhältlich im Vorverkauf – u.a. Kartenbüro im Forum (02 14/4 06-41 13) – und eine Stunde vor der Veranstaltung an der
Abendkasse.
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