Gegen das Vergessen

01.02.2001 | Herten

Aktion zur Erinnerung an die Befreiung des KZ Auschwitz

Wider das Vergessen - heißt die Aktion von Schülern aller weiterführenden Hertener Schulen, die am heutigen Donnerstag, 1. Februar in der Hertener Innenstadt an die Befreiung des KZ Auschwitz erinnern soll. An der Gedenkveranstaltung nahmen über vierhundert Schülerinnen und Schüler teil.

Am 27. Januar 1945 befreiten russische Truppen die Überlebenden des KZ Auschwitz. Das Konzentrationslager Auschwitz ist heute Gedenkstätte, der Name Auschwitz wurde zu einem Symbol für den Völkermord und den Rassenwahn Adolf Hitlers. Seit 1996 ist der 27. Januar in der Bundesrepublik offizieller Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialmus.

Die weiterführenden Schulen in Herten haben sich in den letzten Monaten in Projektgruppen mit den millionenfachen Schicksalen der Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt. Tafeln mit den Ergebnissen aus den Projektgruppen sind an einen Bauzaun in der Hertener Fußgängerzone geheftet, der die Mauern des KZ Auschwitz symbolisieren soll.

Bürgermeister Klaus Bechtel dankte in seiner Ansprache den Schülern für ihr Engagement. Mit dieser Aktion hätten sie ein deutliches Zeichen gesetzt gegen wieder aufflackernde rechtsextreme Tendenzen und den Fremdenhass. Es gelte dem Vergessen unserer eigenen Vergangenheit zu begegnen. "Ziel müsse sein," so betonte Bechtel, "dass kein Schüler eine Hertener Schule verlassen dürfe, ohne zu wissen was Holocaust bedeute."

Mit einer Nachwache am Mahnmal setzen die der Schüler die Aktion heute Nacht fort.

Pressekontakt: Pressestelle, Norbert Johrendt, Telefon 02366/303551