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Gußrohrleitungen im Gasrohrnetz müssen ausgetauscht werden

Stadtwerke bitten um Verständnis

Borken - 14. Februar 2001. In den kommenden vier Jahren werden die Borkener noch die eine oder andere Baustelle vor der Haustür hinnehmen müssen.

Die Stadtwerke Borken sind nämlich verpflichtet innerhalb dieses Zeitraumes das Gasrohrnetz in Borken zu sanieren und alle vorhandenen Gussrohrleitungen auszutauschen.

"Gefordert haben die Sanierung das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand, Energie und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die Verbände", erläutert Klemens Bruns, Technischer Leiter bei den Stadtwerken, die Notwendigkeit der Maßnahme. Ein kleines Trostpflaster: Die Buddelei steht nicht nur den Borkenern, sondern allen Bundesbürgern ins Haus.

"Obschon wir in Borken bisher und glücklicherweise von größeren Rohrbrüchen verschont geblieben sind, müssen wir uns der Forderung des Ministeriums, bundesweit zu sanieren, beugen. Da führt kein Weg dran vorbei", so Bruns.

Die meisten Gussrohrleitungen seien historisch bedingt in den Innenstädten, so auch in Borken, zu finden. Hier habe vor langer Zeit der Grauguß den Stahl abgelöst, da Stahlleitungen sich als zu korrosionsanfällig erwiesen habe.

Lange sei Grauguss dann auch die Nummer eins im Leitungsbereich geblieben.

Heute müsse man wegen des sich erhöhenden Verkehrsaufkommens und der stärkeren Auslastung von Straßen leider feststellen, dass Gussrohrleitungen diesen Belastungen dauerhaft nicht standhalten können. Für Borken bedeutet das den Austausch von insgesamt rund 32 km Leitung. Als neues Material wird Kunststoff Einzug halten.

Die Stadtwerke Borken haben jetzt einen "Fahrplan" für die Sanierung der Gussrohrleitungen in Borken erstellt. Ausschlaggebend für die Prioritätenliste waren Merkmale wie Bodenbeschaffenheit, Verkehrsaufkommen, Nähe zur Wohnbebauung und auch die Schadenshistorie. Noch in diesem Jahr sollen in der Innenstadt die Straßen Wilbecke, Kardinal-von-Galen-Straße, Johann-Walling-Straße, Mönkenstiege, Butenwall, Burloer Straße, Blumenstraße, Heidener Straße im Bereich Bierbaum und Ahauser Straße saniert werden. Weitere Maßnahmen folgen im übrigen Stadtgebiet. Begonnen habe man bereits in der Kardinal-von-Galen-Straße und auf dem Butenwall.

Soweit erforderlich wollen die Stadtwerke mit dieser Sanierungsmaßnahme in einzelen Bereichen auch Wasser- und Stromversorgungsleitungen erneuern, um nicht später die Straßen erneut öffnen zu müssen.

"Bei der Aufstellung unseres Bauzeitenplanes haben wir natürlich Rücksicht darauf genommen, dass mit Stadtjubiläum und Artline in diesem Jahr in Borken eine Menge los sein wird", erklärt Klemens Bruns. Veranstaltungen sollen ebenso wenig beeinträchtigt werden wie das Weihnachtsgeschäft und der verkaufsoffene Sonntag.

Im Vorfeld jeder Maßnahme werden die Stadtwerke immer zuerst die Anlieger informieren.

Außerdem hängt der "Sanierungsfahrplan" bei den Stadtwerken (Peter Wessels, Telefon 936-451 oder Josef Niewerth, Telefon 936-483), im Tiefbauamt der Stadt Borken und beim Ingenieurbüro Tuttahs&Meyer in Raesfeld aus.

Interessierte erhalten an diesen Stellen detaillierte Auskünfte über die zeitliche Abfolge der geplanten Maßnahmen.

Der Plan ist auch im Internet unter www.stadtwerke-borken.de einsehbar.

"Wir wissen, dass wir dem Bürger mit dieser Sanierungsmaßnahme eine große Last aufbürden", bittet Klemens Bruns für mögliche Beeinträchtigungen um Verständnis. Die gesamte Maßnahme müsse aber wegen der Forderung des Ministeriums und auch im Sinne einer langfristigen sicheren Versorgung der Borkener Bürgerinnen und Bürger nun in Angriff genommen werden.


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