Schul-Millionen müssen freigegeben werden

12.02.2001 | Herten

Bürgermeister Bechtel fordert den Kreis auf

Bürgermeister Klaus Bechtel zeigte sich irritiert über die jüngsten Meldungen, nach denen es auf Kreisebene keine Einigkeit über die Zahlung der Investitionsmittel für städtische Schulen geben soll. Im November hatten auf Initiative von Bürgermeister Bechtel die Bürgermeister aller kreisangehörigen Städte einen gemeinsamen Antrag an den Landrat gerichtet. Aus dem Verkaufserlös der RWE-Aktien des Kreises sollten mindestens 10 Millionen für dringend benötigte Schulinvestitionen zur Verfügung gestellt werden. Jetzt haben es die Kreistagsfraktionen offenbar zunächst abgelehnt, sich mit diesem Antrag der Städte überhaupt zu befassen.

Für eine solche Verzögerung hat Bechtel wenig Verständnis. Er hat deshalb Landrat Schnipper gebeten, das weitere Verfahren aufzuzeigen. Bechtel: "Wir haben keine Zeit, das noch lange zu diskutieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine sinnvollere Investition als in Schulen und damit in die Zukunft unserer Kinder geben kann." Nach Bechtels Worten ist gerade eine gute Schullandschaft eine wichtige Maßnahme für den Strukturwandel. Gut ausgebildete Menschen seien der wichtigste "Rohstoff" der Region. Der Stellenwert, den Bildung und die Schulen in einer Region habe, dokumentiere sich auch im Erhaltungs- und Ausstattungszustand der Schulgebäude. "Trotz großer Anstrengungen, die wir in Herten in den letzten Jahren in diesem Bereich unternommen haben, gibt es hier einen Stau," sagt Bechtel.

Um den Kreis zu einer schnellen Entscheidung zu bewegen, hat der Hertener Bürgermeister sich auch an seine Amtskollegen im Kreis gewandt, damit der Forderung noch einmal gemeinsam Nachdruck verliehen wird. Bechtel weiter: "Ich möchte auch die Hertener Kreistagsmitglieder direkt um Unterstützung bitten. Deshalb habe ich sie alle in den nächsten Tagen zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen."

Pressekontakt: Pressestelle, Norbert Johrendt, Telefon 02366/303551