Bocholt, 09. Februar 2001
Hollywood in Rossendale
"Mord im Orient-Express" in der englischen Partnerstadt
Bocholt (pd).
In der englischen Partnerstadt Rossendale freuen sich nicht nur die Liebhaber alter Filmklassiker auf die Dreharbeiten zum Re-make des Films "Mord im Orient-Express". Der historische Bahnhof im Rossendaler Ortsteil Rawtenstall wird Ende Februar zum Drehort der weltbekannten Kriminalgeschichte von Agatha Christie.
An drei Tagen wird der amerikanische Filmgigant CBS das Re-make in Rawtenstall und auf den dortigen Eisenbahnstrecken drehen. Eine der beiden königlichen Loks, "Prinz William" oder "Prinz Harry", sonst nur dem britischen Königshaus vorbehalten, wird als Zugmaschine für die luxuriösen Waggons genutzt. Die Dreharbeiten werden mit den Weltstars James Caan, Lesley Carron und Alfred Molina durchgeführt.
"Ein Traum wird war", so der Direktor Trevor Jones der East Lancashire Railways, der Gesellschaft, die für die Erhaltung der historischen Dampfeisenbahn in Rossendale und Umgebung kämpft, als er von den beabsichtigen Dreharbeiten hörte. "Ich habe immer gehofft, dass aus dem Rawtenstaller Bahnhof ein Mal der Orient-Express fahren wird.", so kommentierte er die gute Nachricht in der Rossendale Free Press. Gleichzeitig erhoffen nicht nur die East Lancashire Railways sondern auch die Stadtväter in Rossendale einen touristischen Aufschwung der alten Dampfeisenbahn nach diesen Dreharbeiten. Das Re-make von "Mord im Orient-Express" wird zunächst in Amerika gestartet bevor es über den großen Teich nach Europa kommt.
Eine Fahrt mit der alten Dampfeisenbahn durch die schöne Landschaft Lancashires können jedoch alle Besucherinnen und Besucher Rossendales genießen - die alten Züge verkehren regelmäßig an den Wochenenden.