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Wegfall des Tarifsprunges belebt Bahnhof Marbeck
Marbeck - 19. Februar 2001. Positiv macht sich der seit dem 01.02. weggefallende Tarifsprung auch auf dem Marbecker Bahnhof bemerkbar.
"Wir verzeichnen schon jetzt mehr Fahrten ins Ruhrgebiet als vorher", bestätigt Dagmar Sinke von der Deutschen Bahn am Bahnhof Marbeck. Insgesamt gehe es auf dem Bahnhof lebhafter zu als vorher. "An den Bahnsteigen warten mehr Fahrgäste und auch die Parkplätze sind voller geworden", so Sinke.
Logisch. Schließlich kostet eine Fahrkarte zum Beispiel nach Essen nicht mehr wie bisher 15,40 Mark, sondern nur 6,30 Mark für die einfache Strecke.
Neu sind auch das Vierer-Ticket bis Essen für nur 20,20 Mark. Und wer mit seinen vier Freunden nach Essen fahren möchte und außerdem noch einen Hund im Gepäck hat, der kauft sich am besten ein Tagesticket für 17,50 Mark.
Die Stadt will -genau wie am Borkener Bahnhof- die Entwicklung in Marbeck weiterverfolgen.
"Wir können uns durchaus vorstellen, im kommenden Jahr Umgestaltungsmaßnahmen am Marbecker Bahnhof in Angriff zu nehmen, wenn sich auch weiterhin herausstellt, dass der Bahnhof bei Bahnkunden großen Zuspruch findet", berichtet Hubert Effkemann vom Planungsamt der Stadt Borken.
Vorausgesetzt das Land bewilligt eine öffentliche Förderung. Und die will die Stadt noch in diesem Jahr beantragen. Mitunter gewährt das Land bei einzelnen Maßnahmen bis zu 75 Prozent der gesamten Kosten.
Einige Ideen hat Effkemann für den Marbecker Bahnhof schon parat. "Im Falle einer Umgestaltung werden wir in jedem Fall das Angebot an Parkmöglichkeiten und Fahrradständern verbessern", so Effkemann. Außerdem sei an eine bessere Ausstattung im Bereich der Bahnsteige gedacht. Hier wolle man neue Unterstellmöglichkeiten für den Bahnkunden schaffen.
Bereits seit einigen Jahren ist die Stadt um eine Verbesserung der Infrastruktur auf den Borkener Bahnhöfen bemüht. Erste Gespräche hinsichtlich der Aufhebung des Tarifsprunges auf der Bahnlinie Borken-Essen wurden schon in den 80er Jahren geführt. Ende der 80er Jahre hat die Stadt parallel zum Ausbau des Bahnhofsvorplatzes in Borken auch in Marbeck Parkplätze nebst Begrünung sowie überdachte Fahrradständer installiert.
Bis heute führt die Stadt überall dort Gespräche und Verhandlungen, wo es nötig ist, um die Infrastrukturmaßnahmen im Bahnhofsumfeld zu forcieren.
Durch die Mitarbeit in mehreren Arbeitskreisen konnte schon einiges in die richtige Richtung gelenkt werden. Mit der jetzigen Aufhebung des Tarifsprunges sei ein wichtiger Schritt getan, so Effkemann.
Bereits Mitte letzten Jahres hat das Planungsamt eine städtebauliche Studie für das Bahnhofsumfeld Marbeck erstellt.
Zur Zeit steht die Stadt noch in Verhandlungen mit der Immobilienabteilung der Deutschen Bahn AG. Gegenstand der Verhandlungen ist die Übernahme von bahneigenen Flächen durch die Stadt im Hinblick auf eine spätere Neuordnung des gesamten Umfeldes.
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