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Neuregelung der Müllabfuhr
Borken - 28. Februar 2001. Über mangelnde Anfragen und Telefonanrufe kann sich die Abfallberatung der Stadt Borken derzeit nicht beklagen.
"Offensichtlich gibt es zu den in der vergangenen Woche vom Ausschuss beschlossenen Änderungen in der Abfallentsorgung noch viele Fragen, insbesondere zum 4-Wochen-Rhythmus bei der Restmüllabfuhr", stellt Johannes Feldmann vom Umwelt- und Planungsamt der Stadt Borken fest.
Den Grund für die geplanten Änderungen liefert die öffentliche Neuausschreibung der Leistungen der Müllabfuhr.
Solche Ausschreibungen müssen sein, um im Interesse der Gebührenzahler das wirtschaftlich günstigste Ergebnis auf dem Entsorgermarkt zu erzielen.
"Nach den Erfahrungen, die andere Kommunen gemacht haben, erwarten wir eine deutliche Kostenreduzierung, die wir in voller Höhe an die Gebührenzahler weitergeben werden", prognostiziert Feldmann. Damit die Entsorgungsunternehmen kalkulieren können, müssen sie wissen, ob in Borken alles so bleiben soll, wie es bisher war, oder ob sich bei der Tonnengröße, dem Abfuhrrhythmus usw. etwas ändert.
Im Vorfeld einer Ausschreibung ist es für die Stadtverwaltung also selbstverständlich, das bisherige System insgesamt einmal auf den Prüfstand zu stellen und zu überlegen, was sich bewährt hat, was man günstiger machen könnte und welche Wünsche die Bürger in den vergangenen Jahren zu diesem Thema bei uns angemeldet haben.
Gerade die Umstellung der Restmüllabfuhr von bisher 2-wöchentlich auf demnächst 4-wöchentlich steht mit unzähligen Nennungen ganz oben auf der Wunschliste der Bürger. Die meisten sehen nicht ein, weshalb sie alle 2 Wochen eine Tonne an die Straße stellen sollen, die gerade einmal zu einem Viertel gefüllt ist.
"Uns ist dabei klar, dass die Neuregelung sicher nicht alle zufriedenstellen wird", versteht Feldmann. Insbesondere Familien mit Kleinkindern müssen das Windelproblem vorübergehend mit Alternativen lösen. Solche Alternativen könnten die angebotenen geruchsfesten Restmüllsäcke oder das Anschaffen eines größeren Gefäßes sein. Ob ein größeres Gefäß dann wirklich teurer wird, ist noch sehr die Frage, da durch die künftige 4-wöchentliche Abfuhr ganz erhebliche Sammelkosten eingespart werden.
Sicher ist sich Feldmann, dass die große Mehrheit der Bürgerschaft von der Neuregelung profitieren wird. Anfängliche Schwierigkeiten lassen sich lösen und hygienische Probleme gibt es auch nicht, wie die positiven Beispiele aus Nachbargemeinden beweisen, die den 4-Wochen-Rhythmus schon seit Jahren mit Erfolg praktizieren, und bei denen sich die Stadtverwaltung informiert hat.
Die Neuregelungen sollen zum 1. Januar des nächsten Jahres eingeführt werden.
"Bereits im Sommer werden wir das Ergebnis der Ausschreibung kennen, zweifeln aber schon heute nicht daran, dass die Kosten der Müllabfuhr deutlich sinken werden. Ihren Vorteil davon werden alle Bürger haben, und zwar umso mehr, je weniger Müll sie produzieren", so die Stadtverwaltung.
Für weitere Fragen zur Abfallentsorgung steht der Abfallberater Gerald Lueg unter der Tel.-Nr. 939-144 gern zur Verfügung.
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