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Leverkusen, 08. März 2001
Melusine und die Apotheose des Tanzes
Die Westdeutsche Sinfonia Leverkusen im Forum
Das altfranzösische Märchen von der schönen Meeresfee, die in Menschengestalt einen Ritter ehelicht, über ihr wahres Wesen und ihre Herkunft aber striktes Schweigen bewahrt – ein weiblicher Lohengrin –, dann schließlich doch vom Gatten in ihrer wahren Nixengestalt erkannt wird und daraufhin ins Meeresreich zurückkehren muss, ist, wiewohl sie ins 14. Jahrhundert zurückreicht, eine der beliebtesten Erzählungen der literarischen Romantik. Die zauberische Welt der Märchen und Sagen war für Dichter und Komponisten ein Fundus der Inspiration – auch für Felix Mendelssohn Bar-tholdy, dessen Phantasie sich dabei gern an maritimen Stoffen ent-zündete (und damit dem musikalischen Leitthema Mythos & Musik eine weitere Facette verleiht). 1833 komponierte er die Konzertouvertüre Das Märchen von der schönen Melusine op. 32, deren plastische Wellenmotivik so eindrucksvoll war, dass sie noch Richard Wagners Rheingold beschützte.
Viel hat nicht gefehlt, und auch Ludwig van Beethoven wäre mit einem fulminanten Beitrag in die Reihe der "Melusinen"-Bearbeiter einzuordnen gewesen: 1823 bestellte er bei Franz Grillparzer ein Opernlibretto, und dieser wählte nach reiflicher
Überlegung just den "Melusinen"-Stoff. Wie wir wissen, wurde dar-aus leider nichts; eine zweite große Oper neben dem Fidelio hätte das Bild Beethovens als eines "Titanen" der absoluten Instrumentalmusik sicher auf interessante Weise verändert. Zu den beeindruckendsten Schöpfungen in diesem Bereich gehört
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