Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 12. März 2001

Bürgermeister Klaus Ehling empfängt Sally Perel

Bekannter Schriftsteller zu Gast in Bocholt

Bocholt (pd).

Am Mittwoch, 14. März 2001, empfängt Bürgermeister Klaus Ehling den bekannten Schriftsteller und Zeitzeugen Sally Perel. Der Autor ist auf Einladung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Niederrhein / Westmünsterland e.V. in Bocholt und wird an diesem Abend in der Stadtbibliothek um 19.30 Uhr aus seiner Autobiografie "Ich war Hitlerjunge Salomon" lesen.

Sally Perel, 1925 in Peine geboren, emigrierte 1935 vor den Nazis nach Polen. Als 1939 die Deutschen Polen überfielen und damit den Zweiten Weltkrieg anzettelten, wurden sein Eltern in das Ghetto von Lodz verschleppt. Sally floh mit seinem älteren Bruder und konnte sich im Laufe der Zeit als "Volksdeutscher" ausgeben. Bis zum Kriegsende verbarg er seine jüdische Identität in der Uniform der Feinde an der Front und in einer elitären Braunschweiger HJ-Schule unter dem Namen Jupp Perjell. So konnte er dem Holocaust entkommen. Heute lebt Sally Perel in Israel und hat erst nach über 40 Jahren seine unglaublichen Erlebnisse als "Hitlerjunge Salomon" niedergeschrieben.

Den Besuch eines so bedeutenden Schriftstellers nimmt die Stadt Bocholt gerne zum Anlass Sally Perel im Rahmen eines Mittagessens zu empfangen. Ich möchte Sie deshalb als Pressevertreter/in zum Fototermin am Mittwoch, 14.03.2001, 13.00 Uhr, in den Ratskeller, Hist. Rathaus, Markt 1, Bocholt, einladen.