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Interaktionen - Natur & Architektur

13.Mai bis 30.Juni 2001

Borken - 13. April 2001. artline 5 - Künstler arbeiten auf Hochtouren

Borken/NRW - In knapp vier Wochen ist es soweit. Die artline 5 wird feierlich im ehemaligen Versorgungsdepot der Bundeswehr eröffnet.

Im artline-Büro in der alten Volksbank am Kuhm in Borken laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Künstler aus aller Welt reisen an. Materiallieferungen werden durch die engen Straßen der historischen Stadt gefahren, an vielen Häusern und Plätzen in der Stadt wird Maß genommen.

Die Künstler rechnen, grübeln, planen. Nass geworden, sind in der letzten Woche die Luxemburger Künstlerin, Simone Decker und der aus Borken stammende Markus Jansen. Simone Decker hat auf der Suche nach geeigneten Häusern für eine Installation ganz Borken mit einem Fahrrad erradelt- keine große Freude bei Nieselregen.

Nach Ostern wird feststehen, für welches Gebäude sie sich entschieden hat, um es mit leuchtenden Farbpigmenten anzustreichen; welches Gebäude ein festliches Gewand für die Nacht bekommen wird?

Keine Angst, dass geschieht natürlich nicht ohne grünes Licht von den Hauseigentümern.

Schönes Wetter hat sie sich auf jeden Fall für die nächste Woche bestellt und das artline-Team um Projektleiterin, Monika Böing (Stadt Borken) versucht wirklich alles möglich zu machen ! Markus Jansen ist für seine Enten-Installation durch den Schlamm der Borkener Aa gewatet und hatte die falschen Anglerhosen an. Das nennt man: Künstlerpech! Hermann Maier Neustadt aus München hat andächtig an seinem Projekt in der leerstehenden Volksbank am Kuhm gearbeitet. Für ihn gleicht das Volksbankgebäude, einer Kathedrale mit dem klassischen Aufbau: Mittelschiff und zwei mit Säulen getrennte Seitenschiffe. Schauen sie doch mal vorbei und überzeugen sich selbst!

Allerdings hat Maier Neustadt das Erdgeschoss mittlerweile künstlerisch möbliert: mit Farbplatten, Buchstaben, kleinen Mauern und Möbeln rekonstruiert er 1:1 den architektonischen Plan aus dem Jahre 1963.

Es fehlt nur noch die Riesenschaumstoffwelle, die später den ehemaligen Banktresen andeuten wird. Da werden Kinder viel Spaß bekommen. Auch der Spanier Emilio Lopez - Menchero hat vergangene Woche alle Vorraussetzungen für sein Tsetsefliegen-Projekt abgearbeitet. Nun können die gefährlichen Insektenweibchen aus dem Tropeninstitut in Antwerpen kommen. Sie werden in einem Vivarium im ehemaligen Bundeswehrdepot beherbergt und mit Temperaturen versorgt, von denen alle träumen: 26°C!

Mittlerweile ist Borken wirklich kunstinfiziert. Etliche schwarze PS-Flitzer fahren mit der weißen "Glossina" (Tsetsefliege), dem Symbol der artline 5 durch die Stadt. Bald können die vielen Besucher kommen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10.00-18.00 Uhr , Freitag bis 23.00 Uhr Presseinformationen: artline / 5 mobil 0172 2300504 Tel.: 00.49 2362 970097 Fax: 00.49 2362 970098 E-Mail: hella@sinnhuber.de


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