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Interaktionen - Natur & Architektur

13.Mai bis 30.Juni 2001

Borken - 14. April 2001. artline 5 - Kühe im Tresorraum

Am Dienstag nach Ostern geht es rund: die Spanierin Alicia Framis kommt voraussichtlich mit ihrer Architektin Paz Martin, um eine geeignete Immobilie für das "Haus der Zukunft" zu finden.

Brauchen wir überhaupt noch große Familienhäuser? Dieser Frage geht die in Berlin und Amsterdam lebende Künstlerin nach.

Ronny Heiremans, ein belgischer Künstler, hat für die Woche nach Ostern Holz an die Borkener Aa bestellt, um einen Bootssteg zu bauen. Der Architekturfan hat sich mit der Geschichte der Stadt Borken und den Wasserwegen auseinandergesetzt.

Für seinen Landsmann, Johann Deschuymer bedeutet Standardarchitektur nicht Häuser und Gebäude, sondern vielmehr menschliche Körper und lebende Organismen. Er wird den Tresorraum der alten Bank inspizieren und dort Vorkehrungen für die "Mad Cows", seine an BSE erkrankten Kühe treffen. Im Bundeswehrdepot an der Mißgunst hat er auch einen Platz reserviert: dort wird er Skulpturen von menschliche Föten ausstellen. Offen ist: wo er die Nebelmaschine, die er bestellt hat, einbaut.

Christine Clinckx, ebenfalls aus Belgien, wird Interviews in Borken durchführen und die Befragten anschließend in ein Kunstwerk verwandeln: aus Lautsprechern unter Gulli-Deckeln in der Stadt wird pünktlich zu Beginn der artline / 5 am 13. Mai 2001 ihre Soundinstallation hörbar werden. Ab Dienstag wird sie auch nach geeigneten Gullis in Borken Ausschau halten.

Ebenfalls für die nächste Woche hat sich Marion Moeller aus Amsterdam angesagt. Marion Moeller ist auf der Suche nach architektonischen Details und Ornamenten in der 775Jahre alten Stadt. Aus diesen Fundstücken erstellt sie Wandbilder, die während der artline im Bundeswehrdepot ausgestellt werden.

Es wird also richtig spannend in Borken. Die offene Auseinandersetzung mit dem Rahmenthema "Interaktionen - Natur & Architektur" wird insgesamt 17 neue Projekte hervorbringen. "Das sind keine Klischee-Standardkunstwerke, die in einem Raum an der Wand hängen. Das sind vor allem dreidimensionale Kunstwerke, in die man hineinlaufen kann." erklärt Gast-Kurator Michel Dewilde. Neben Jan Hoet ist er in Borken verantwortlich für die Umsetzung der künstlerischen Projekte.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10.00-18.00 Uhr, Freitag bis 23.00 Uhr

Presseinformationen: artline / 5 mobil 0172 2300504 Tel.: 00.49 2362 970097 Fax: 00.49 2362 970098 E-Mail: hella@sinnhuber.de


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