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Maitouren und Jugendschutz. Auch Eltern sind gefragt!
Pröbstingsee am 1. Mai für alkoholisierte Personen tabu
Borken - 24. April 2001. "Die Sonne scheint, die Tour beginnt, nur nach Haus, kommt` nicht das Kind".
So, oder so ähnlich könnte auch in diesem Jahr die traditionelle Maitour für einige Jugendliche wieder im Chaos enden. Grund dafür: übermässiger Alkoholgenuss. "Wobei von Genuss sicher keine Rede mehr sein kann, da diese Touren allzu häufig im Krankenhaus und nicht zu Hause enden", stellt Sven Werk vom Amt für Jugend und Familie in Borken leider immer wieder fest.
Ebenso wie in der Karnevalszeit oder auf Schützenfesten komme es am 1. Mai immer wieder vor, dass junge Menschen zu Alkoholmissbrauch neigen.
"Gemeinsam mit der Polizei und den Schulen haben wir überlegt, wie wir dieses Problem am Besten in den Griff bekommen können", so Werk.
Mit Schulen und Alkoholverkaufsstellen habe man offen über das Problem "alkoholisierter Maigang" gesprochen, mit dem Ziel der verstärkten Beobachtung und natürlich Einhaltung des Jugendschutzes.
"Außerdem wird -wie im vergangenen Jahr- der Pröbstingsee für alkoholisierte Personen nicht zugänglich sein," so Werk. Ebenso werde hier das Mitbringen von Alkohol am Maifeiertag untersagt, damit die Erholungsanlage, entsprechend ihrem Zweck, auch weiterhin von allen Erholungssuchenden ungestört genutzt werden kann.
Verstärkt seien an diesem Maifeiertag vor allem aber die Eltern gefragt.
"Denn alles Handeln externer Personen und Institutionen gleicht mehr einem "Kampf gegen Windmühlen", wenn Kinder und Jugendliche das subjektive Empfinden haben, dass sich ihre Eltern nicht für ihre Angelegenheiten interessieren", appelliert Werk an alle Erziehungsberechtigten, mit ihren Kindern über die geplanten Aktivitäten zu sprechen.
Dieses sei das erfolgversprechendste Mittel, wenn Sohn oder Tochter nach dem Maigang wieder wohlbehütet zu Hause ankommen soll.
Und das gelte nicht nur für den 1. Mai.
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