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Stadt fragt Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung
Erste Bürgerbefragung in Borken; Fragenbögen werden am 08.06. verschickt; Bürgerversammlung am 30.05.2001
Borken - 17. Mai 2001. Lästige Staus am Nordring und auf der Ahauser Straße, unnötig weite Wege zwischen den Wohngebieten im Westen und den Gewerbegebieten im Osten der Stadt. Politik und Verwaltung beschäftigen sich derzeit mit Lösungsmöglichkeiten für das Vekehrsproblem in Borken.
Mit einer Bürgerbefragung möchte die Stadt jetzt das Meinungsbild ihrer Bürgerinnen und Bürger zum Thema "Südring" erfragen.
Der Rat der Stadt Borken hatte diese Befragung Ende letzten Jahres beschlossen, um vor einer politischen Entscheidung zum Thema Verkehrsentlastung in Borken die Stimmen aus der Bürgerschaft zu hören.
Die Stadt betritt mit dieser Befragung völliges Neuland.
Zum ersten Mal haben damit die Bürgerinnen und Bürger aus Borken die Möglichkeit, ihre Meinung in einem politischen Entscheidungsprozess kundzutun.
Insgesamt erhalten am Wochenende des 08.Juni 20 Prozent aller Wahlberechtigten den Fragebogen mit der Post zugeschickt. Ausgewählt wurden die Befragten nach dem Zufallsprinzip, quer durch alle Stadtteile.
Um zu verhindern, dass zufallsmäßig alle Befragten aus einem Stadtteil kommen, habe man die Anzahl der Befragten aus den einzelnen Stadtteilen prozentual aus deren Einwohnerstärke ermittelt, so die Stadt.
Mit der Durchführung der Befragung hat die Stadt die KGSt, einen Verband für kommunales Management mit Sitz in Düsseldorf beauftragt. Die KGSt hat die Bürgerbefragung für die Stadt organisiert und wird sie wissenschaftlich auswerten.
Bis zum 22. Juni haben diejenigen, die einen Fragebogen erhalten haben, Zeit, den Bogen an die KGSt zurückzuschicken. Dann geht es in die Auswertung. Das Ergebnis der Bürgerbefragung soll in der Ratssitzung voraussichtlich im September diesen Jahres öffentlich vorgestellt werden. Dabei garantiert die Stadt, dass die erhobenen Daten anonym bleiben.
Der Fragebogen, der Grundlage für die Befragung sei, sei in enger Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative "Pro Stadtpark" entwickelt und von der Mehrheit des Hauptausschusses für gut befunden worden.
Zu Beginn des Bogens kann sich der Bürger zunächst einmal dazu äußern, ob er im Hinblick auf den Südring eine Verbindung zwischen Heidener und Raesfelder Straße überhaupt für erforderlich hält und seine Gründe für eine mögliche Ablehnung nennen. Etwa weil die Verkehrsprobleme in der Innenstadt auf anderen Wegen besser gelöst werden können.
Entscheidet sich der Bürger aber für eine Verbindung, hat er die Möglichkeit sich entweder für die stadtkernnahe Variante, die stadtkernferne Variante oder aber für die Anbindung der Marbecker Straße an die B 67 zu entscheiden.
Zum Thema "Südring" laden Stadtverwaltung und Bürgerinitiative "Pro Stadtpark" gemeinsam zu einer Bürgerversammlung in die Stadthalle im Vennehof ein. Die Bürgerversammlung findet statt am 30. Mai 2001 um 19 Uhr.
Außerdem wird die BZ in der kommenden Woche auf einer Sonderseite die unterschiedlichen Varianten detailliert vorstellen.
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