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Mit Bürgern die Zukunft zwischen Ems und Grenze gestalten


Gemeinden und Landkreise erneuern die Zusammenarbeit entlang der Grenze
15. Mai 2001

Leer/Rheiderland -Die grenznahe Lage und die Ems - das verbindet das Rheiderland und die Gemeinden im nordwestlichen Emsland. Die Kommunen dieser Region wollen in Zukunft noch enger zusammenarbeiten, und das auch über die Grenze hinweg mit ihren niederländischen Nachbarn. Um dafür Finanzmittel der EU im großen Stil anzuzapfen, sind nun Ideen der Einwohner gefragt. Am 28. Mai gibt es dazu in Bunde einen "lokalen Aktionstag".

Zurzeit erstellen die Städte und (Samt-) Gemeinden Jemgum, Leer, Bunde, Weener, Rhede, Dörpen, Lathen und Haren zusammen mit den beiden Landkreisen Leer und Emsland ein Regionales Entwicklungskonzept. Parallel dazu erarbeitet eine niederländische Arbeitsgruppe ein Konzept für Oldambt und Westerwolde. Alle Teilräume zusammen bilden die Region Westerwolde-Emsland-Rheiderland-Oldambt (W.E.R.O.). Die Regionalen Entwicklungskonzepte drehen, so hoffen die Beteiligten, den Hahn für EU-Fördermittel in den kommenden Jahren weit auf. Über das Programm LEADER plus könnten bis zum Jahr 2006 allein für die deutsche Seite bis zu 4 Millionen Mark aus Brüssel in die Region fließen, so der Leeraner Landrat Andreas Schaeder.

Voraussetzung hierfür ist, dass das Konzept von W.E.R.O.-Deutschland im Wettbewerb mit anderen niedersächsischen Regionen erfolgreich ist. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Hannover, das den Wettbewerb ausgeschrieben hat, wird im Herbst diesen Jahres aus rund 30 Bewerber-Regionen 17 als "LEADER- plus -Region" auswählen.

Im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzeptes für W.E.R.O.-Deutschland sind insbesondere die Visionen und Ideen der Bevölkerung gefragt. Die Gemeinden und Landkreise fordern daher alle Bürgerinnen und Bürger des Grenzraumes auf, die Zukunft der Region aktiv mitzugestalten und sich am Planungsprozess zu beteiligen. Gelegenheit hierzu gibt es auf dem Lokalen Aktionstag W.E.R.O.-Deutschland am 28. Mai 2001 um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus der Samtgemeinde Bunde. Alle Aktiven, Interessierten und Neugierigen der Region sind herzlich eingeladen, sich auf der Veranstaltung über das Projekt zu informieren und ihre Projektideen zu den Themen "Wohnen & Arbeiten", "Kulturlandschaft, Landwirtschaft & Tourismus" sowie "Grenzüberschreitende Kooperation & Kompetenz" einzubringen.Die Ergebnisse der Veranstaltung fließen in das Maßnahmenpaket des Regionalen Entwicklungskonzeptes ein, das die Region als Wettbewerbsbeitrag beim Ministerium einreichen wird.

Bürgerinnen und Bürger der Region können sich mit Fragen und Projektideen zum Regionalen Entwicklungskonzept oder Lokalen Aktionstag an Monika Janßen vom Amt für Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung in Leer wenden (Telefon: 04 91/926-13 13).

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer

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