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Auszubildende der Stadtverwaltung macht Praktikum in Canterbury
Borken - 12. Juni 2001. Mona Wolke von der Stadtverwaltung Borken, besuchte jetzt für vier Wochen Canterbury, um hier Verwaltungsluft zu schnuppern.
"Ich habe hier eine völlig neue Mentalität kennengelernt", so die 21-jährige.
Das sei schon mit dem Autofahren und dem warmen Frühstück am Morgen mit Speck und Eiern angefangen, ganz zu schweigen von der unendlich oft gestellten Frage "Möchtest du eine Tasse Tee?"
Wolke ist Auszubildende für den gehobenen nichttechnischen Dienst bei der Stadt. Im Rahmen ihrer Ausbildung, die sich aus praktischen Abschnitten in der Verwaltung und einem Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung zusammensetzt, absolvierte sie jetzt ein vierwöchiges Praktikum in England.
Vorgeschlagen wird diese Möglichkeit, seit zwei Jahren von der Fachhochschule.
Die Stadt begrüßt diese Stipvisite, bei der Wolke einfach einen Praktikumsabschnitt in Borken gegen einen in England ausgetauscht hat, sehr. Schließlich gehe es bei der Ausbildung auch darum, sich in unterschiedlichsten Verwaltungssystemen zu Recht zu finden und Erfahrungen für die spätere praktische Arbeit zu sammeln.
Für die Personalentwicklung sei es in Zeiten eines mehr und mehr zusammenwachsenden Europas sehr wichtig, dass Mitarbeiter über den Tellerrand schauen können und auch ihren kulturellen Horizont erweitern.
"Die Kontakte zu Canterbury habe ich über unsere Partnerstadt Whitstable geknüpft", so Wolke. Schließlich ist der Canterbury City Council die englische Verwaltungsbehörde für Canterbury, Herne Bay und Whitstable.
Viel erlebt hat die Borkenerin allemal. Und richtig mitanfassen musste sie auch. Eingesetzt war sie im Department "Community Development, Community Safety" (Gemeinschaftsentwicklung, Sicherheit der Gemeinschaft)und hat dort Fragebögen entwickelt und Umfragen zum Thema Jugend mitgestaltet.
"Besonders beeindruckt war ich, wie mit kriminell gewordenen Jugendlichen umgegangen wird", so Wolke. Die Engländer hätten eine ganz andere Philosophie. Jugendliche kämen nicht sofort vor Gericht, sondern müssten einen Vertrag unterschreiben, in dem festgelegt werde, welches asoziale Verhalten sie nicht mehr zeigen dürfen. Um die Kontrollen kümmern sich dann die Polizei und die Kommune.
Von Anfang an sei sie als vollwertiges Mitglied im Team aufgenommen worden, freut sich Wolke. Und außerdem hat sie viele nette Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen.
"Ich bin bestimmt nicht zum letzten Mal in England gewesen", so Wolke. Das Pratikum sei eine wertvolle Erfahrung und sehr nachahmenswert.
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