
Pressemitteilungen der Stadt Borken
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Am 01. Juli 2001 um 18.00 Uhr endet die artline 5.
Der 2. Teil des Kataloges mit allen aktuellen Installationen und erläuternden Texten ist erschienen.
Borken - 29. Juni 2001. Die Internationale Kunstausstellung in Borken geht nach sechs Wochen in die Schlussphase.
Ein Resumé ist im Hinblick auf die künftige Fortsetzung der Ausstellungsreihe nur eine Momentaufnahme, die jedoch einige Wegmarken beleuchten soll:
Zum einen gibt es mit Jan Hoet einen Kurator von Weltrang, dessen Bereitschaft, in einer kleineren Stadt eine Ausstellung internationalen Zuschnitts zu inszenieren, als Glücksfall zu sehen ist. Hat man die Ausstellung erlebt, kann man eher zu dem Schluss kommen, das es womöglich ein Glücksfall war, einen solchen Mann verpflichten zu können, aber vielleicht kein Zufall, ihn letztlich überzeugt zu sehen.
Borken bietet durch seine Lage am Rande der Ruhrstadt, aber auch durch seine eigene Infrastruktur einen idealen Standort für einen Ausstellungsmacher, zu dessen wesentlichen Konzepten die Annäherung von Kunst und (Privat)leben gehört. Der darauf angewiesen ist, dass die Künstler, die er präsentiert, ein Umfeld vorfinden, in dem "Kunst entstehen kann, dass noch weitgehend mit einer intakten Natur korrespondiert," (Hoet), das noch nicht vom Reizteppich der Großstädte überdeckt worden ist. Der Titel der Ausstellung "Interaktionen: Architektur und Natur" verweist auf dieses Anliegen.
Wer aber meint, eine Stadt abseits der großen Kunstmetropolen habe grundlegende Schwierigkeiten mit der Rezeption zeitgenössischer Kunst, sieht sich nicht bestätigt. Jan Hoet hat Künstler eingeladen, die trotz differenziertester Konzepte eines gemeinsam haben: ihre Kunst ist sinnlich, sie kommt in der Tradition der Arte Povera mit teilweise einfachsten Mitteln aus. Und sie hat oft ausgesprochen witzige Momente.
Ein Shootingstar der Kunstszene wie Manfred Pernice mit seiner "Sockenwaschanlage" ist ebenso vertreten wie die Künstlerin Christine Clinckx, die mit ihrem Konzept der "Stadt unter der Stadt" die Gullis der Stadt zu klingen bringt.
Auch die Tse-Tse Fliegen des Spaniers Lopez-Menchero, der die Architektur der Angst untersucht, zielen abseits elitärer Kunsttheorien zunächst unmittelbar auf die sinnliche Emotionalität der Besucher. Sie fördern Kommunikation: Auseinandersetzungen, Gespräche, Diskussionen, und das war in den vergangenen Wochen in den Ausstellungsräumen verstärkt zu beobachten. Daneben steht zusätzlich der Dialog der Kunstwerke untereinander. Neben den aktuellen Installationen werden als Bezugsrahmen die Klassiker seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gezeigt: Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Richard Long, Bruce Nauman und viele weitere aus der herausragenden Sammlung des S.M.A.K in Gent. Künstler, die nicht selten auch die Lehrer der jüngeren Protagonisten waren. Im kunstwissenschaftlichen Rahmenprogramm, zu dem auch Gäste wie der ehemalige Dokumentaleiter Manfred Schneckenburger geladen waren, wurde neben der offensichtlichen Qualität der ausgestellten Exponate hervorgehoben, dass die Wirkung einer Ausstellung dieses Zuschnitts sehr viel nachhaltiger sei, als es sich die Borkener Bevölkerung bereits klarmache. Die Wahrnehmungsveränderungen sind Teil des Prozesses, der von Jan Hoet sehr genau kalkuliert eingeleitet wurde, der dafür bekannt ist, in seinen Ausstellungskonzepten zeitgenössische Kunst nicht in einem geschlossenen Kreis zu zelebrieren.
Nach der artline ist vor der artline und es steht zu erwarten, dass der Quantensprung, den die Ausstellung in ihrer 5. Auflage gemacht hat, ihre Wirkung auf die kulturellen Strukturen der Region nicht verfehlt.
Die Ausstellung wird nach einem Museumswochende mit freiem Eintritt und freien Führungen von Freitag bis Sonntag, am 1. Juli zuende gehen.
artline / 5
Kurator: Dr. Jan Hoet, Leiter des Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) Gent
Gast-Kurator: Michel Dewilde, Stadt Brügge
Projektleitung: Monika Böing, Stadt Borken
Technische Leitung, Stadt Borken: Klaus Schonnebeck und das Baubetriebshof Team
Presse und weitere Informationen zu den einzelnen Künstlern: Peter Liffers, Agentur Himmel und Erde, Bochum, mobil 0177 8347420
Marketing: Meuter & Team, Borken
Datum: 13. Mai bis 01. Juli 2001
Öffnungszeiten : Freitag, 29.06.2001 10.00 Uhr bis 23.00 Uhr Samstag, 30.06.2001 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Sonntag,01.07.2001 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr Der Eintritt ist frei. Führungen: Freitag, 29.06.2001 um 18.00 Uhr Samstag, 30.06.2001 um 16.00 Uhr Sonntag, 01.07.2001um 11.30 Uhr und 16.00 Uhr Treffpunkt : Alte Volksbank, Am Kuhm 40, 46325 Borken Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei.
Katalog (2 teilig): 3-sprachig (Deutsch, Niederländisch, Englisch) 10,00 DM Borken ist zu erreichen: Per PKW: A 43 Ausfahrt Dülmen, A 31 Ausfahrt Borken, A3 Ausfahrt Wesel Mit dem Zug: Essen-Borken
Stadt Borken Infobüro: artline / 5, Am Kuhm 40, D- 46325 Borken/NRW, Tel.: 00.49.2861.908.606 Fax: 00.49.2861.908.608 E-Mail: monika.boeing@borken.de
Presseinformationen: artline / 5 mobil 0177 8347420 Tel.: 00.49.2861.908.606 Fax: 00.49.2861.908.608 E-Mail: kolpt@liffers.de
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