Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 02. Juli 2001

Schwarzarbeiter auf frischer Tat ertappt

Ausweisung veranlasst/Strafantrag gegen Bauherrn

Bocholt (pd).

Die seit einigen Monaten durchgeführten verstärkten Kontrollen des Fachbereichs für öffentliche Ordnung der Stadt Bocholt im Kampf gegen die Schwarzarbeit fruchten: Jüngst am vergangenen Freitag wurden im Rahmen einer Baustellenüberprüfung auf der Böggeringstraße zwei osteuropäische Arbeiter ohne Arbeitsgenehmigung erwischt. Zuletzt erfolgten vor rund einem Monat bereits auf zwei anderen Baustellen im Stadtgebiet entsprechende Zugriffe.

Die beiden illegalen Arbeitnehmer aus der Ukraine wurde nach einem konkreten Hinweis der Kreishandwerkerschaft auf frischer Tat ertappt, als sie gerade kräftig mit Maurerarbeiten zugange waren. Bei der näheren Überprüfung der Personalien stellte sich rasch heraus, dass sich die beiden Männer illegal in Deutschland aufhielten und keine Arbeitserlaubnis besaßen.

Die Ausländerbehörde hat inzwischen beide aus der Bundesrepublik ausgewiesen. Daneben wurde ein lebenslanges Wiedereinreiseverbot verhängt. Die Ukrainer sind aufgefordert, das Land binnen weniger Tage zu verlassen. Ansonsten droht ihnen eine Inhaftierung mit anschließender Abschiebung.

Auch der Bauherr selbst kommt nicht ungeschoren davon. Das Arbeitsamt Coesfeld erstattet Strafanzeige wegen Beschäftigung illegaler Ausländer und Verkürzung von Sozialversicherungsbeiträgen. Ferner muss er mit einer Geldstrafe rechnen, die erheblich über dem erwarteten Gewinn liegen dürfte.