Leer -Als eine von nur drei Kommunen ist der Landkreis Leer an einem Pilotprojekt des Landes Niedersachsen beteiligt, in dem Hebammen über ihre eigentliche Arbeit hinaus jungen Müttern in schwierigen sozialen und psychischen Situationen Hilfe leisten sollen. Auf diese Besonderheit weist Erster Kreisrat Bernhard Bramlage hin. Ziel sei es, die Vernachlässigung und Verwahrlosung von Kindern zu vermeiden. Die Ministerin für Frauen, Arbeit und Soziales, Frau Gitta Trauernicht hatte das Projekt am Mittwoch landesweit in der Presse vorgestellt.
Erst Ende Juni habe das Ministerium beim Kreis angefragt, ob Interesse bestehe, sich an dem Projekt zu beteiligen. Da diese neue Form der "aufsuchenden Familienhilfe" die Sozialarbeit des Kreisjugendamtes sinnvoll ergänze sei eine kurzfristige Zusage nicht schwergefallen, so Bramlage. Die Anfrage des Landes und die Einbeziehung in das Pilotprojekt werte er als Zeichen für die Wertschätzung der bisherigen Arbeit des Jugendamtes. So sei es möglich, schon frühzeitig diese zusätzliche Hilfe im Kreisgebiet anzubieten und an dem Pilotvorhaben von Anfang an mitgestalten zu können. Die Hebamme, die überforderte Mütter vor Ort betreuen soll, wird von den Sozialarbeitern des Landkreises unterstützt.
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