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Stadt ist Schadstoffen im Abwasser auf der Spur
Stadt verschickt Fragebägen an Gewerbe und Industrie
Borken - 31. Juli 2001. Gewässerschutz tut not, allein schon, um die Grundwasserserven zu schützen.
Aus diesem Grund verpflichtet das Land die Städte und Gemeinden, das auf ihrem Gebiet anfallende Abwasser zu sammeln und in Kläranlagen zu reinigen, bevor es wieder in den natürlichen Kreislauf zum Beispiel in ein Gewässer eingeleitet werden darf.
Ein Problem für die Reinigung in der Kläranlage und im Kanalnetz sind speziell die gewerblichen und industriellen Abwässer, da der Stadt bislang keine ausführlichen Erkenntnisse über die darin enthaltenen Schadstoffe vorliegen.
Das soll sich jetzt ändern.
Die Stadt wird in den kommenden Tagen allen Betrieben einen Fragebogen ins Haus schicken und Basisdaten abfragen. Die rechtliche Grundlage dafür liefert die Entwässerungssatzung der Stadt.
"Die von der Stadt einzuhaltenden Grenzwerte für die Einleitung wurden in den vergangenen Jahren mehr und mehr verschärft", so Wolfgang Mehl, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Borken. Dieses mache auf einer Kläranlage den Einsatz immer ausgefeilterer Technologien und neuer Erkenntnisse erforderlich.
Abwasser, das vom normalen häuslichen Abwasser deutlich abweiche, erfordere mehr Aufwand zur Reinigung, größere Becken sowie Maschinen und sei in der Behandlung erheblich teurer. Außerdem erhöhe dieses über das normale Maß hinaus verschmutzte Abwasser die Gefahr, die vorgegebenen Grenzwerte zu übersteigen. Folge sei in diesen Fällen eine höhere Abwassergebühr an das Land.
"Damit diese Kosten für die Allgemeinheit bezahlbar bleiben, dürfen Problemstoffe gar nicht erst ins Abwasser gelangen", so Mehl.
Mit Hilfe der jetzt abgefragten Basisdaten wird die Stadt ein Indirekteinleiter-Kataster erstellen. Dieses soll helfen, künftig den Betrieb der Abwasseranlagen kostengünstig sicherzustellen. Ziel aller Bemühungen ist es, den Kläranlagen nur solches Abwasser zuzuleiten, das dort auch gereinigt werden kann.
Die Betriebe werden gebeten, in den Fragebögen vor allem Angaben zu den verarbeiteten Substanzen zu machen.
Bei größeren Betrieben sei die Entwässerungssituation häufig so komplex, dass sie nicht vollständig mit Hilfe des Fragebogens erfasst werden kann. Hier wird die Stadt ergänzende Informationen im Rahmen eines Ortstermines einholen.
"Im Zuge der Erhebung bieten wir außerdem allen Betrieben eine Abwasserberatung an", so Mehl.
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