Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 31. Juli 2001
Kriegerdenkmal in Fermersleben wird noch 2001 instand gesetzt

Magdeburg. Die Landeshauptstadt Magdeburg wird noch in diesem Jahr das Kriegerdenkmal in Fermersleben sanieren. Für die notwendigen Baumaßnahmen stehen insgesamt 126 TDM bereit.

Das Fermersleber Kriegerdenkmal wurde 1934 auf dem ehemaligen Friedhof von Fermersleben für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges von der evangelischen Kirchengemeinde errichtet. Architekt des Bauwerkes ist Ferdinand Müller, erbaut wurde es von den Gebrüdern Vogt.

Das Denkmal besteht aus einer Stele, den Seitenflügeln und der Gedenkplatte. Auf den Seitenflügeln befinden sich jeweils 3 Kupferplatten mit kleinen, darunter liegenden Zusatztafeln. An die Stele wurden das Kreuz und die Relieftafel angetragen. Dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend wurde das Denkmal in einer natursteinimitierenden Putztechnologie (TERRA NOVA) mit einem hohen Festigkeitsgrad errichtet.

Die größten Schäden weist der Putz mit Rissen und Hohllagen auf. Der Kontakt zum Baukern, bestehend aus Langlochziegeln mit relativ geringer Festigkeit, ist an vielen Stellen nicht mehr vorhanden, so dass sich Putzflächen lösen und herabzustürzen drohen. Kleinere Fehlstellen sind bereits sichtbar. Es ist davon auszugehen, dass die nun auftretenden Bauschäden auf die Wahl eines ungeeigneten Trägers für die teilweise bis zu 10 cm dicken Putzschicht zurückzuführen sind. Darüber hinaus haben sich die Kupferplatten verzogen und die Kupferabdeckung der Seitenflügel ist reparaturbedürftig. Außerdem ist das Denkmal mit Farbe verschmiert.

Auf Grundlage umfassender Untersuchungen und eines Gutachtens zum Bauwerk vom Ingenieurbüro für Bauwerkserhaltung Weimar GmbH wurde in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege in Halle und der Unteren Denkmalschutzbehörde für die Erhaltung des Kriegerdenkmals festgelegt, im Rahmen der Sanierung und Restaurierung den Neuverputz, die Putz- und Stuckrestaurierung und die Konservierung der Putzflächen vorzunehmen. Insbesondere an der Stele und der Gedenkplatte ist eine Untergrundvorbereitung erforderlich, die in drei Varianten möglich ist: Ersatz der äußeren Hohllochziegelschicht durch Klinker, Spritzbeton bzw. Ausbildung eines vom Untergrund entkoppelten Putzes. Welche Variante realisiert wird, soll im Arbeitsprozess entschieden werden.

Soweit wie möglich wird der Putz erhalten, gereinigt und die Hohlstellen mit einer mineralischen Injektagemasse gefüllt, bevor mit einer Mörtelmasse die Oberfläche angeglichen wird. Das Kreuz und die Relieftafel der Stele werden vorsichtig abgelöst, gesichert und in die Neuverputzung wieder eingefügt.

In der Maßnahme ist die Erneuerung der Kupferabdeckung enthalten, nicht aber die Restaurierung der Kupfertafeln, bzw. deren Ergänzung. Für die Neuanfertigung der fehlenden Tafel sollten die Bürger des Stadtteiles einbezogen werden, insbesondere bei der Ermittlung der Namen der Gefallenen.

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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