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Stadt zieht Bilanz nach Großbrand
Borken - 01. August 2001. Knapp zwei Monate nach dem Großeinsatz bei der Firma Borchers Ende Mai zieht die Stadt jetzt Bilanz.
"Gemessen an der Anzahl der eingesetzten Kräfte sowie der Einsatzmittel, sprechen wir bei diesem Brand vom bisher größten Schadensereignis seit der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Borken", so Georg Hellenkamp, Löschzugführer und stellvertretender Wachleiter.
Bei dem Einsatz, der 23 Stunden gedauert habe, seien insgesamt 183 Feuerwehrleute in Aktion gewesen. Gesamtkosten für die Stadt Borken: rund 60.000 Mark.
Allein der Lohnersatz für das Personal der Feuerwehr Borken sowie die auswärtigen Feuerwehren, die den Einsatz unterstützt haben, sei mit 28.500 Mark zu beziffern, nicht eingerechnet der viel höhere Wert des überragend großen, unentgeltlichen und ehrenamtlichen Einsatzes der Feuerwehrleute.
Fünf Großtanklöschfahrzeuge habe die Feuerwehr Borken aus den Städten Ahaus, Bocholt, Gronau, Gescher und Reken angefordert. Diese Tankfahrzeuge halten lediglich die Gemeinden vor, die einen Autobahnabschnitt betreuen.
Das Wasser zum Löschen der brennenden Halle und des Freilagers sei aus den mitgeführten Wassertanks, dem Leitungsnetz, Löschteichen, unterirdischen Löschwasserbehältern und Löschwasserbrunnen entnommen worden. Die Wasserabgabe habe einen absoluten Spitzenwert von rund 10.000 Litern in der Minute erreicht.
"Darüber hinaus haben wir 8.000 Liter Schaummittel zur Erzeugung von Schaum als Sonderlöschmittel eingesetzt", berichtet Hellenkamp. Das Schaummittel, das teilweise von benachbarten Feuerwehren geliehen sei, sei zu einem Preis von 22.000 Mark wiederbeschafft worden.
"Für die Wasserversorgung haben wir 3.800 Meter Schlauch verlegen müssen", berichtet Hellenkamp. Einige seien beschädigt worden. Neue Schläuche für einige Tausend Mark mussten angeschafft werden.
Zur Brandbekämpfung an Großschadensstellen wird die Stadt Borken künftig einen tragbaren Wasserwerfer beschaffen, der der Feuerwehr zur Verfügung gestellt wird.
"Insgesamt haben wir durch das gute Zusammenwirken aller vier Löschzüge sowie der Mithilfe der auswärtigen Feuerwehren Schlimmeres d. h. ein Übergreifen auf andere Betriebsgebäude verhindern können", bewertet Hellenkamp abschließend.
Die Feuerwehr Borken sei mit diesem Einsatz sicherlich an ihre Leistungsgrenzen gestoßen.
Und mit dem Löschen des Feuers war die Arbeit noch längst nicht getan. Es folgten die Reparatur, Reinigung und Überprüfung von Geräten, Ausrüstung und Fahrzeugen.
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