Architektur und Städtebau
Stadtplanungsamt präsentiert umfangreichen wegweiser durch die Baugeschichte Magdeburgs
Magdeburg.
Im Jahre 2005 begeht die Stadt Magdeburg das 1200jährige Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. In diesem Jahr wird das Jahr der Ottonen gefeiert, was in Form einer großen Ottonen-Ausstellung und weiterer Veranstaltungen in der Stadt gewürdigt wird. Beide Ereignisse ziehen viele Touristen und Interessierte an. Um umfangreiche Informationen über die bauliche Geschichte der Stadt geben zu können, wurde die Idee geboren einen "Wegweiser" durch die Geschichte des Städtebaus und der Architektur zu konzipieren.
Unter Federführung des Stadtplanungsamtes der Landeshauptstadt entstand in einer rund dreijährigen Erarbeitungszeit ein Buch, dass über die beeindruckende baugeschichtliche Entwicklung der Stadt Auskunft gibt. Angefangen bei der ältesten Pfarrkirche der Stadt - der Johanniskirche - über den ersten gotischen Dom auf deutschem Boden, den Klöstern über die Festungsgeschichte, das Neue Bauen in den 20er Jahren unter der Leitung von Bruno Taut bis hin zu den jüngsten Bauten, wie der Nord LB, dem Landesfunkhaus des MDR oder den Bauten der Universität Magdeburg werden über 340 Objekte in diesem Buch beschrieben.
Der Verlag János Stecovics und der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr, Werner Kaleschky werden das Buch "Architektur und Städtebau" am Mittwoch, dem 19.9.2001, um 16.30 Uhr im Antik- und Trödelcenter in der Fichtestraße 29a alle interessierten Bürger präsentieren.
Dem vorliegenden Band liegt die Absicht zugrunde, aus dem bestehenden städtebaulichen Gefüge der Landeshauptstadt einzelne bedeutende Gebäude, städtebauliche Anlagen, Grünflächen und Verkehrsbauten darzustellen. Aus der Vielzahl der beachtenswerten Objekte wurde eine Auswahl von 342 Beispielen aus allen baugeschichtlichen Epochen und unterschiedlichen Nutzungsbereichen getroffen. Hierbei stand die historische und städtebauliche Bedeutung, die zeittypische oder auch einmalige Architektur sowie die stadtbildprägende oder soziale Wertigkeit der Objekte im Vordergrund der Auswahlkriterien. Die Objektbeschreibungen sollen die jeweilige Bedeutung des Objektes und Informationen über die Merkmale des entsprechenden Architekturstiles darlegen.
Um dem interessierten Leser die Handhabung zu erleichtern, wurde ein Buchformat gewählt, das sich bei einem Spaziergang zu den Objekten in der Stadt noch gut in die Tasche stecken lässt. Die inhaltliche Gliederung des Buches folgt den Magdeburger Stadtteilen. Die vorgestellten Objekte werden entlang von Spaziergängen, die ihren Ausgangspunkt in der Altstadt nehmen und sternförmig in eine Richtung bis zum Stadtrand führen, geordnet. Die erste Route beginnt am Magdeburger Dom und führt in einem Rundgang durch die Altstadt bis zum Stadteil Werder. Alle weiteren Spaziergänge beginnen immer wieder in der Altstadt.
Jedem Stadtteil wurde ein Kartenausschnitt vorangestellt, in dem die nummerierten Objekte markiert sind, um so eine leichtere Orientierung zu ermöglichen. Zum schnellen Auffinden bestimmter Informationen dient das im Anhang aufgeführte Personen-, Baunutzungs-, und Straßenregister sowie das historische Register.
Die Beschreibungen der Objekte können wegen der Kürze der Darstellung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sie geben aber wesentliche Informationen wieder. Wer weitere Informationen sucht oder sich eingehender mit architektonischen und städtebaulichen Besonderheiten beschäftigen möchte, dem sei die im Anhang aufgeführte Literatur empfohlen, insbesondere die vom Stadtplanungsamt herausgegebenen Publikationen. Sie können in der Bürgerberatung des Rathauses während der Sprechzeiten erworben werden.
Das Buch "Achitektur und Städtebau" ist nach seiner öffentlichen Präsentation am 19. September im Sudenburger Antik- und Trödelcenter im Buchhandel erhältlich.
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