Schrotebrücke wird saniert
Magdeburg.
Mit dem Beschluss zur Vergabe der Bauarbeiten hat der Vergabeausschuss am Dienstagabend grünes Licht für die Sanierung der Schrotebrücke in der Olvenstedter Straße gegeben. Noch im September sollen die Bauarbeiten beginnen, damit sie bis Jahresende abgeschlossen sind.
Das Natursteingewölbe der Schrotebrücke ist ca. 100 Jahre alt und einstürzgefährdet. Dies wurde Anfang des Jahres bei einer Kontrolle festgestellt. Das Deckengewölbe besteht teilweise aus Naturstein und teilweise aus Stahlträgern. Beides muss saniert werden, weil die Stahlträger verrostet sind und der Naturstein Ausbrüche aufweist.
Das Brückenbauwerk liegt unter Fahrbahn und Gleisbett der Olvenstedter Straße. Deshalb waren im Vorfeld der Bauarbeiten umfangreiche Prüfungen zum Erhalt der Brücke und Abstimmungen mit den MVB, den SWM und dem Städtischen Abwasserbetrieb sowie Genehmigungsbehörden notwendig. Im Ergebnis hat sich das Tiefbauamt für einen Ersatzneubau entschieden. Dabei werden die alten Brückenwiderlager aus Naturstein durch Betonbohrpfähle und eine Kopfplatte ersetzt. So kann das vorhandene Wassersohlbett der Schrote während der gesamten Baumaßnahme erhalten werden.
Die Baumaßnahmen beginnen am 24. September und sollen bis zum Jahresende abgeschlossen werden - vorausgesetzt es gibt bis dahin keine lang anhaltenden Frostperioden. Die Sanierungsarbeiten kosten - ohne Gleisarbeiten - rund 600 TDM.
Während der Bauarbeiten ist eine Vollsperrung der Kreuzung Olvenstedter Straße/Goethestraße/Freiliggrathstraße für den Individualverkehr erforderlich. Gesperrt wird die Kreuzung ab dem 24. September. Autofahrer werden gebeten, den Baustellenbereich weiträumig zu umfahren. Der Verkehr stadteinwärts wird über die Gerhard-Hauptmann-Straße umgeleitet, aus Richtung Innenstadt kommende Fahrzeuge werden hinter den Bahnhofsbrücken auf den Magdeburger Ring gelenkt.
Während der Bauarbeiten an der Brücke muss für die Straßenbahn ein Baugleis verlegt werden, das eingleisig an der Baustelle bzw. Baugrube vorbeiführt. Die Baugleisweichen werden in der Zeit vom 28.09. 18.00 Uhr bis 01.10. 4.30 Uhr eingebaut. Während dieser Zeit ist eine Vollsperrung des Straßenbahnverkehrs notwendig. Deshalb sind folgende Einschränkungen bzw. Umleitungen im Straßenbahnverkehr erforderlich:
Linie 3 verkehrt von der Leipziger Chaussee bis zum Hauptbahnhof und von dort weiter als Linie 4 nach Cracau.
Linie 4 verkehrt zwischen Cracau und Hauptbahnhof/Brandenburger Straße und dann weiter als Linie 3 zur Leipziger Chaussee
Linie 5 fährt vom Messegelände über den Hasselbachplatz bis zum Hauptbahnhof und zurück über Hauptbahnhof/Brandenburger Straße zum Messegelände
Zwischen Hauptbahnhof und Olvenstedt wird Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Haltestelle "Ankunft" aus Richtung Olvenstedt wird vor dem Hauptbahnhof in der Bahnhofstraße eingerichtet, die Abfahrt in Richtung Olvenstedt erfolgt über die Haltestelle Hauptbahnhof/Brandenburger Straße. Während der Bauarbeiten wird die Haltestelle Ebendorfer Straße (stadtauswärts) aufgehoben und gegenüber der ehemaligen Post eingerichtet.
Die Busse im Schienenersatzverkehr fahren in Richtung Olvenstedt vom Hauptbahnhof über Hasselbachstraße, Otto-von-Guericke-Str., Hauptbahnhof/Brandenburger Straße, Damaschkeplatz, Maxim-Gorki-Str., Gerhard-Hauptmann-Str., Olvenstedter Str., Harsdorfer Str., Europaring und Olvenstedter Chaussee, dann weiter wie die Straßenbahn bis Endhaltestelle Olvenstedt. Aus Richtung Olvenstedt zum Hauptbahnhof gilt die gleiche Streckenführung zurück.
Ab Montag, den 01.10.01, 04:30 Uhr wird bis zum Ende der Sanierungsarbeiten auf einem Notgleis eingleisiger Straßenbahnverkehr im Bereich der Kreuzung Olvenstedter Straße/Goethestraße/Freiligrathstarße gefahren. Die Signalisierung für die eingleisige Strecke erfolgt über eine automatische Lichtsignalanlage.
Die Linie 5 verkehrt ab diesem Tag für die Dauer der Baumaßnahme nur noch
zwischen Messegelände/Herrenkrug und Hauptbahnhof. Es gilt ein veränderter
Fahrplan!
Für Rückfragen: T. Gebhardt Tel.: 540 52 71
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