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Magdeburg, 18. September 2001
Neue Perspektive für Kaserne Mark

Magdeburg. In seiner Sitzung am 17. September 2001 hat der Stadtrat seinen Beschlusses vom 15. Februar 2001 zum Verkauf der Kaserne Mark an einen Investor aufgehoben. "Damit ist der Weg frei für ein hoffnungsvolles Projekt, das von einer Initiative Magdeburger Studenten entwickelt wurde", wünscht sich Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, dass in einen Teil der historischen Festungsanlagen nahe der Magdeburger Innenstadt neues Leben einzieht.

Der Investor aus Bayern wollte in den historischen Mauern kulturelle Einrichtungen und Gastronomie unterbringen und in einem Erweiterungsbau seniorengerechte Wohnungen errichten. Das Vorhaben scheiterte, weil sich nicht genug Mieter fanden. Jetzt will der Verein Kulturszene Magdeburg e.V. mit dem Projekt "Kaserne Mark - die Kulturfestung für Magdeburg" die alten Anlagen zu einer Kulturstätte ähnlich der Moritzbastei in Leipzig umbauen. Geplant sind Auftrittsmöglichkeiten für Musik- und Theatergruppen, Probenräume, Galeriebereich und Gastronomie. Vorstellbar wären darüber hinaus Tagungsräume für die nahe gelegene Universität sowie die Forschungsinstitute am Askanischen Platz. Um weitere Fragen, z.B. die Finanzierung, zu klären, soll eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadt und Universität, Hochschule, Land Sachsen-Anhalt und den Instituten am Askanischen Platz gebildet werden.

Die Initiative Kaserne Mark hat ihre Ideen bereits im Juni im Arbeitskreis Landeshaupstadt Magdeburg - Otto-von-Guericke-Universität sowie im Kulturausschuss vorgestellt, wo sie auf großes Interesse gestoßen sind. Der Kulturausschuss hatte am Montag einen Antrag zur Unterstützung des Vorhabens in den Stadtrat eingebracht. Darin wird der Oberbürgermeister gebeten zu prüfen, ob die städtischen Beschäftigungsgesellschaften das Dach sichern und das Umfeld beräumen könnten, um weitere Bauarbeiten vorzubereiten. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

"Eine Kulturfestung Kaserne Mark könnte eine Brücke zwischen Stadt und Universität sein und das Kulturleben Magdeburgs bereichern", hofft Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, dass in die alten Festungsanlagen schon bald studentisches Leben einzieht. "Auch wenn eine finanzielle Beteiligung der Stadt kaum möglich sein wird, werden wir das Projekt im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen", verspricht Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Die Macher haben an anderer Stelle bewiesen, dass sie historische Gebäude mit neuem Leben füllen können, deshalb bin ich optimistisch, dass ihre Ideen umsetzbar sind."

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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