Massenentlassungen von Reinigungskräften vom Tisch
Magdeburg.
Im Zusammenhang mit den notwendigen Einsparungen zum Ausgleich des sich abzeichnenden Haushaltsdefizits zum Jahresende 2001 standen auch die Reinigungsleistungen an den Schulen der Stadt Magdeburg auf dem Prüfstand. Am vergangenen Dienstag (2. Oktober) führte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper dazu ein Gespräch mit den Geschäftsführern der von der Stadt beauftragten Reinigungsfirmen mit dem Ziel, die bestehenden Verträge so zu ändern, dass einerseits die Kosten für die Stadt reduziert werden, andererseits die Unterrichtsführung in den Schulen gesichert bleibt.
Bis zum vergangenen Freitag wurden die Vertragsänderungen mit den Reinigungsfirmen ausgehandelt. Im Ergebnis werden in den Schulen der Stadt Magdeburg Unterrichtsräume, Flure und Treppen im Durchschnitt 2x wöchentlich gereinigt, Sanitäreinrichtungen und Speiseräume weiterhin täglich. Die Schulleiter haben größere Spielräume, über den Einsatz der Reinigungskräfte zu entscheiden. "Wenn - z.B. auf Grund der Witterungsbedingungen - das Treppenhaus öfter als zweimal pro Woche gereinigt werden muss, ist dies möglich. Dafür können dann Unterrichtsräume in den oberen Etagen oder solche, die nicht so häufig genutzt werden, nur einmal wöchentlich gesäubert werden", erläutert Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper die Spielräume.
Am 15. Oktober treten die neuen Reinigungszyklen in Kraft. Sie gelten bis zum 30. November 2001. "Danach sind wieder die ursprünglichen Verträge gültig, weil die Rechnungen für den Monat Dezember uns erst im Januar erreichen und aus dem Haushalt 2002 beglichen werden", begründet Oberbürgermeister Dr. Trümper die zeitliche Befristung. Für die Stadt bedeutet die vorübergehende Reduzierung der Reinigungsleistungen Einsparungen von 148 TDM. Arbeitsplätze sind dadurch nicht in Gefahr, die angedrohten Entlassungen von 200 bis 300 Reinigungskräften vom Tisch. "Die Geschäftsführer der Reinigungsfirmen haben mir zugesichert, dass die zeitweise Änderung der Verträge möglich ist, ohne dass soziale Härtefälle eintreten", so der Oberbürgermeister.
Auch die Unterrichtsdurchführung wird nicht gefährdet. "Trotzdem habe ich den zuständigen Beigeordneten beauftragt, sehr genau zu beobachten, wie sich die Änderungen auswirken, um gegebenenfalls sofort eingreifen zu können."
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