Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 09. Oktober 2001
"Kulturlandschaftlicher Erlebnispfad Elbaue" wird um neue Route erweitert - Randau/ Calenberge/ Pechau

Ein weiterer Baustein der "Kulturlandschaft Landeshauptstadt Magdeburg" ist realisiert. Der "Kulturlandschaftliche Erlebnispfad Elbaue" wird um einen neuen Wegabschnitt erweitert. Die neue Route verläuft über Randau - Calenberge - Pechau - bis zur Klusbrücke und zurück nach Pechau. Interessante Themen zur Heimat-, Natur- und Landschaftsgeschichte wurden aufgearbeitet und laden nun die Magdeburger und ihre Gäste zur Entdeckung der südöstlichen Elblandschaft ein.

Zur feierlichen Eröffnung der neuen Route auf dem "Kulturlandschaftlichen Erlebnispfad Elbaue" sind alle Magdeburgerinnen und Magdeburger am Freitag, den 12. Oktober, um 10.00 Uhr, am Gemeindhaus Randau recht herzlich eingeladen.

Im Anschluss an die Eröffnung wird die neue Route per Fahrrad erkundet. Startpunkt der Fahrradtour ist Randau, vor dem Gemeindehaus. Die Fahrt verläuft über die Randauer Kirche, das Randauer Gut nach Calenberge und Pechau und über den Klusdamm zur Klusklause/Klusbrücke. Von dort geht es wieder zurück nach Randau, insgesamt beträgt die Strecke ca. 12 km.

Mit ihrer spannenden Geschichte ist die Elbaue Teil des Projektes "Kulturlandschaft Landeshauptstadt Magdeburg". Auf dem "Erlebnispfad" gibt es interessante Orte und Dinge zu entdecken, die von der seit Jahrhunderten durch den Menschen gestalteten Landschaft berichten. Der Pfad beginnt wahlweise in Cracau an der Brücke am Wasserfall, in Westerhüsen an der Gierfähre oder an der Alten Elbe in Pechau. Der Rad- und Wanderweg verläuft durch die Elbdörfer Randau, Pechau und Calenberge, durch Auenwälder und Wiesen, auf historischen Straßen, über die Elbe und Deiche.

Stationen des "Kulturlandschaftlichen Erlebnispfades Elbaue" sind unter anderem Prester mit der Immanuelkirche, die Kirchen in Calenberge und Randau, die Randauer Talsanddüne, Streuobstwiesen oder der geologische Schnitt durch die Aue. Besichtigen kann man auch die Relikte des alten Klusdammes und Teile der einst zahlreichen Brückenkonstruktionen. Mit dem Bau des Klusdammes konnte die Aue auch bei Hochwasser überquert werden. Viele weitere Stationen am Weg berichten von der Kulturgeschichte, den Beziehungen zwischen den Menschen und der Flußlandschaft und den besonderen naturkundlichen Erscheinungen dieser einzigartigen Landschaft.

Die Planer haben die Vision, den "Kulturlandschaftlichen Erlebnispfad Elbaue" bis in die Nachbargemeinden auszubauen. In nördliche Richtung bis nach Biederitz und in Richtung Süden bis nach Schönebeck. Geplant ist auch schon, den alten Kern des Stadtteils Westerhüsen in das Projekt "Kulturlandschaft Landeshautstadt Magdeburg" als weiteren Baustein zu integrieren.

Kulturlandschaft - Stadtgestaltung, Stadterkundung und Regionali-sierung

1995 entstand im Stadtplanungsamt die Idee, Magdeburg kulturgeschichtlich zu erschließen und zu erkunden, wie unsere Vorfahren lebten, welche geologischen Besonderheiten die Stadt ausmachen und welche Persönlichkeiten zur Entwicklung der heutigen Magdeburger Stadtteilen beitrugen.

Die große Vielfalt an Besonderheiten innerhalb des weiträumigen Stadtgebietes soll Einwohnern und Besuchern sichtbar und erlebbar gemacht werden. Nicht nur auf Tafeln, sondern an Modellen, über Erlebnissgastronomie oder in Natur- und Erlebnispfaden mit sinnlicher Erfahrung lernen die Magdeburger somit ihre Heimatstadt besser kennen und fühlen sich mit ihr stärker verbunden. Aktive Stadterkundung ist das Ziel des breit angelegten Projektes.

Ein solches Projekt erfordert allerdings ein hohes Engagement der Bürger, denn Spurensuche, ihre Dokumentation und Präsentation können nicht allein Sache der Verwaltung sein. Hobbyforscher und aktive Heimatvereine sind gefragt. Der Pechauer Kultur- und Heimatverein engagierte sich bei der Gestaltung des "Slawischen Dorfes" in Pechau, das auch eine Station des "Erlebnispfades Elbaue" ist. Der "Förderverein Bürger für Magdeburg e. V." unterstützt das Projekt "Kulturlandschaft Landeshauptstadt Magdeburg". Sowohl Mitstreiter als auch Sponsoren sind jederzeit willkommen. Schließlich sollen bis zum Jahr 2005 an Stelle vieler Einzelaktionen die Bausteine der "Kulturlandschaft" regionale Stadtgebietsgeschichte erlebbar machen. Bürgerinnen und Bürger sollen vor Ort die Geschichte und die Vorzüge ihres Stadtteils entdecken und erleben können.

Bausteine in diesem Sinne sind z. B. der "Kulturlandschaftliche Erlebnispfad Elbaue", der "Grüne Ring", das "Historische Achsenkreuz Altstadt", der "Heimatkundliche Rundweg Ottersleben", Olvenstedt mit seiner Symbiose von Alt und Neu, Diesdorf, Cracau, die "Historische Elbmeile" oder ein archäologischer Lehrpfad durch die Stadt.

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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