Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 16. Oktober 2001
Nachrichten aus der Beratung des Oberbürgermeisters mit den Beigeordneten vom 16.10.2001

Magdeburg. Benennung eines Platzes. Die Freifläche an der Einmündung von Letzlinger Straße und Sieverstorstraße soll künftig den Namen Adolph-Kolping-Platz tragen. Eine entsprechende Drucksache wurde heute von der Beigeordneten-runde bestätigt, der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Dezember.

Adlph Kolping lebte von 1813 bis 1865. Er erlernte das Schuhmacher-handwerk und bildete sich weiter zum Priester und Schriftsteller. 1991 wurde er als Wegbereiter der christlichen Sozialbewegung durch Papst Johannes Paul II. für die Weltkirche selig gesprochen. Als Handwerker hatte Adolph Kolping zehn Jahre lang ganz unmittelbar die Probleme der werktätigen Bevölkerung in Zeiten der beginnenden Industrialisierung, insbesondere der wandernden Gesellen, erlebt. In dem 1864 in Elberfeld (Wuppertal) entstandenen Katholischen Gesellenverein fand er seine Lebensaufgabe. Bis zu seinem Tod entstanden mehr als 400 solcher Gesellenvereine, in den junge Menschen Heimat, Anregung und Hilfe zur persönlichen Selbständigkeit fanden. Kolping wurde einer der einflussreichsten Sozialreformer des 19. Jahrhunderts und einer der Mitbegründer der systematischen Erwachsenenbildung. Heute hat sich das Kolping-Werk als katholischer Sozialverband in 54 Nationen auf der ganzen Welt verbreitet. Allein im Bistum Magdeburg gibt es 47 Vereinigungen, die als "Kolping-Familien" die Intentionen Adolph Kolpings pflegen. Die Landeshauptstadt Magdeburg ist Sitz und Mittelpunkt des Kolpingwerkes Diözesanverbandes Magdeburg. Der Kolping-Bildungswerk Diözesanverband Magdeburg e.V. hat seinen Geschäftssitz in der Sieverstorstraße 51, also in unmittelbarer Nachbarschaft des neu zu benennenden Platzes.

Jahresabschluss 2000 der IGZ GmbH. Der Jahresabschluss 2000 der Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH wurde zur Kenntnis genommen. Nach Beratung in den Ausschüssen entscheidet der Stadtrat voraussichtlich im Januar über Anweisungen für die Gesellschaftervertreter.

Stadtumbauprogramm Ost. Mit dem Programm von Bund und Ländern zum Stadtumbau Ost wurde ein Förderinstrumentarium geschaffen, mit dem es ab 2002 möglich sein wird, den hohen Wohnungsleerstand in den ostdeutschen Kommunen abzubauen. Da bislang nicht bekannt war, dass sich die Kommunen an der finanziellen Förderung beteiligen sollen, sind bislang keine Mittel für den Stadtumbau im Haushalt 2002 eingestellt. Obwohl die Förderrichtlinie noch nicht offiziell beschlossen wurde, schlägt die Verwaltung vor, bereits jetzt 500.000 Euro im Haushalt 2002 und für 2003 als Verpflichtungs-ermächtigung 2 Mio Euro in den Haushalt einzustellen. Dies entspricht dem finanziellen Rahmen, der durch die Förderrichtlinie zu erwarten ist. Die Beigeordnetenrunde stimmte der vorgelegten Drucksache zu, nach Beratung in den Ausschüssen entscheidet der Stadtrat voraussichtlich im November.

(Ausführlicher zum Umgang mit dem Wohnungsleerstand vgl. Presse-Information vom 30.05.2001)

Sanierung des Technikmuseums. Vorausgesetzt, der Finanz- und Grundstücksausschuss stimmt im November zu, können Dach sowie Tor und Zufahrt des Technikmuseums saniert werden. Die Verwaltung schlägt vor, die Sperrvermerke für die dringend notwendigen Sanierungen aufzuheben und die Mittel - insgesamt 295 TDM - frei zu geben.

Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Beyendorf/Sohlen. Der Ortsteil Beyendorf/Sohlen bekommt ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr. Die finanziellen Mittel dafür - voraussichtlich 562.000 EURO sollen in die Haushalte der Jahre 2002 und 2003 aufgenommen werden. Den notwendigen Flächenerwerb soll das Liegenschaftsamt, die Planungen bis zur HU-Bau das Hochbauamt veranlassen. Mit dem Bau des neuen Gerätehauses erfüllt die Landeshauptstadt eine Vereinbarung aus dem Eingemeindungsvertrag. Der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Januar 2002.

B-Plan 354-7 "Albrecht Thaer-Straße". Für das Gebiet an der Halberstädter Chaussee soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden, um Baurecht für die Errichtung von Einfamilienhäusern zu schaffen. Eine entsprechende Drucksache wurde in der Beratung des Oberbürgermeisters mit den Beigeordneten bestätigt. Der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Dezember.

Für Rückfragen: Tel.: 540 27 69

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
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