Bocholt, 23. Oktober 2001
Verdächtige Briefe waren harmlos
Kein Milzbranderreger festgestellt
Bocholt (pd).
Entwarnung: Bei dem Pulver, welches vergangene Woche aus einigen Briefen im Bocholter Postgebäude rieselte, handelt es sich nicht um Milzbranderreger. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung im Labor der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn.
Am Mittwoch letzter Woche kamen bei der Poststelle an der Hindenburgstraße verdächtige Briefe an. Sofort wurden vorsorgliche Sicherheitsmaßnahmen vor Ort getroffen. Die Räume wurden versiegelt, die Briefe sichergestellt und anschließend ins Labor geschickt. Hintergrund dieser Präventivmaßnahme sind derzeit zahlreiche Milzbrand-Erkrankungsfälle in den USA, die möglicherweise in Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September stehen und für große Unruhe unter der Bevölkerung sorgen. Auch in Deutschland wird seither verdächtige Post vorsorglich kontrolliert, da nicht hundertprozentig auszuschließen ist, dass es auch hierzulande zu Anschlägen mit diesem als "Biowaffe" bezeichneten Erreger kommt.