Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 24. Oktober 2001

Wege und Möglichkeiten moderner Psychiatrie

Start einer interessanten Seminarreihe für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer

Bocholt (pd).

Die Betreuungsvereine des Sozialdienstes katholischer Frauen (SKF) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) veranstalten gemeinsam mit der Betreuungsbehörde beim Fachbereich Soziales der Stadtverwaltung Bocholt eine dreiteilige Seminarreihe im Rahmen der Schulung ehrenamtlicher Betreuer.

Am Montag, den 29.10.2001 wird der Chefarzt des St. Vinzenz–Hospitales in Rhede, Herr Dr. med. Thomas Plenge, zum Thema "Wege und Möglichkeiten moderner Psychiatrie" sprechen. Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr im Ratssaal des neuen Rathauses am Berliner Platz.

Herr Dr. Plenge wird zunächst einen kurzen Rückblick über die Historie der Psychiatrie geben. Inhalt dieses Vortragsteiles wird die Entwicklung der Psychiatrie vom Altertum über die verschiedenen Epochen des Mittelalters, des Absolutismus, der Aufklärung bis zur Trennung von Psychiatrie in eine Hochschul– und Anstaltspsychiatrie sein. Der Referent wird sich dann über die heutigen Versorgungsstrukturen äußern, bevor er dann im 3. Teil seines Referates das Thema der zeitgemäßen Psychiatrie und Psychotherapie im Jahre 2001 behandeln wird. Es wird hierbei um das Krankheitsverständnis, das autonomieorientierte Menschenbild, das Durchmischungsprinzip und um das im Vordergrund stehende Individuum gehen. Hierzu wird Herr Dr. Plenge dann die Entwicklung aufzeigen und auch die Fortschritte in anderen Ländern aufzeigen.

Der Vortrag von Herrn Dr. Plenge dürfte auch für Nichtbetreuer von Interesse sein, sodass diese Veranstaltung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger offen ist. Wie immer, so besteht auch hier die Möglichkeit der Diskussion mit dem Referenten.

Die Reihe wird an den nachfolgenden Montagen, 5. sowie 12. November, mit den Themen "Betreuertätigkeit bei erforderlichen Operationen und Unterbringen" und "Vermögensvorsorge im Betreuungsrecht" fortgesetzt. Nähere Informationen zu den kommenden Veranstaltungen erhalten Sie rechtzeitig in einer gesonderten Ankündigung.

Selbstverständlich sind auch alle Medienvertreter herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Nähere Auskünfte erhalten Sie bei Herrn Bernhard Kerkhoff von der Betreuungsstelle des Fachbereichs Soziales der Stadt Bocholt unter Tel.: 02871/953-128.