Bocholt, 25. Oktober 2001
Mit der Bocholter Bonuscard auf Punktejagd - da macht der Einkauf noch mehr Spaß
Bocholter stellen Ihr Pilotprojekt deutschlandweit vor/Über 100 Teilnehmer beim Kongress
Bocholt (pd).
Nach Wegfall des Rabattgesetzes und der Zugabeverordnung sind immer mehr Städte auf der Suche nach einem einheitlichen Kundenkartensystem, das den Händlern gemeinsam als innovatives Kundenbindungsinstrument zur Verfügung steht und die Attraktivität der jeweiligen Einkaufsstadt steigert.
Seit dem 01. März 2001 gibt es in Bocholt die bonuscard Bocholt – ein deutschlandweites Pilotprojekt. Das Bocholter Bonussystem – von der Idee bis zur Realisierung – wird derzeit auf dem Kongress "bonuscard Bocholt – Das erste Bonuspunkteprogramm auf Basis der kontogebundenen ZKA-Chipkarte mit DF_Marktplatz" am 24. und 25. Oktober 2001 in Bocholt vorgestellt. "Aufgrund der hohen Nachfrage von inte-ressierten Städten aus ganz Deutschland, dessen Abwicklung per Telefon auf Dauer zu zeitintensiv wurde, haben wir uns entschlossen, einen Kongress zum Thema bonuscard in Bocholt auszurichten", erläutert Ludger Dieckhues, Geschäftsführer der Stadtmarketing Bocholt GmbH.
Auf dem Kongress wird nach einer generellen Einführung in das Thema der Kundenbindung das System der bonuscard Bocholt detailliert vorgestellt. Projektpartner und teilnehmende Händler werden über Ihre Motivation, an dem System teilzunehmen, sowie über Ihre ersten Erfahrungen berichten. Zudem werden die technische Realisierung und rechtliche Aspekte durch namhafte Referenten aus der Praxis näher erläutert.
"Ein besonderes Highlight des Kongresses stellt die Exkursion am Ende des ersten Vortragstages dar: Im Rahmen einer Führung wird den Teilnehmern hier die Möglichkeit geboten, sich bei den Händlern vor Ort und beim Stadtmarketing die Funktionsweise des Bocholter Bonus- bzw. Clearingsystems anzusehen", so Mechtild Hoffs, Vorsitzende des Rabattvereins bonuscard Bocholt e.V.. "Über 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland haben sich bereits im Vorfeld zu diesem Kongress angemeldet. In ganz Bocholt und Umgebung sind seit einiger Zeit bereits alle Hotels ausgebucht", freut sich Ludger Dieckhues vom Stadtmarketing über die positive Resonanz. Der Teilnehmerkreis, der sich in den zwei Kongresstagen über die bonuscard Bocholt informieren möchte, setzt sich zum größten Teil aus Mitarbeitern von Kreditinstituten, Stadtmarketinggesellschaften bzw. städtischen Institutionen, Energieversorgungsunternehmen, Werbegemeinschaften sowie Händlern zusammen. Sie alle wollen sich über das erste Bonuspunkteprogramm auf Basis der kontogebundenen ZKA-Chipkarte mit DF_Marktplatz informieren:
Seit dem 01. März 2001 gewähren Unternehmen in der Bocholter City beim Einkauf Rabatte zwischen 1 und 3 Prozent in Form von Bonuspunkten – diese werden nicht wie früher als Rabattmarken in ein Heftchen geklebt, sondern auf einem Chip gespeichert. Dieser Chip ist nicht neu, ist er doch auf allen Euroscheck- und Bankkarten / S-Cards zu finden. Er ist auch auf der eigentlichen bonuscard Bocholt integriert und berechtigt nach seiner Freischaltung zum rabattierten Einkauf in den am Bonussystem angeschlossenen Geschäften.
Der Clou am Bocholter Bonussystem, das bereits seit Projektstart in ganz Deutschland für Furore sorgte: Erstmals ist es gelungen, den Chip, der auf den von sämtlichen Kreditinstituten herausgegebenen Euroscheck- und Bank-/S-Cards schon vorhanden ist, zum Speichern von Bonuspunkten zu nutzen. Mit anderen Worten: In einem bundesweiten Pilotprojekt haben es die Bocholter als erste Stadt in Deutschland geschafft, ein eigenes, ge-schäftsübergreifendes Rabattsystem zu installieren, das auf einer Karte basiert, die mehr als 90% der Kunden und Gäste schon in der Tasche haben. Egal aus welcher Stadt der Besucher nach Bocholt kommt, egal welche Scheck- oder Bankkarte er vorlegt – Bonuspunkte sammeln ist in den an-geschlossenen Geschäften kein Problem, wobei Bocholter Bonuspunkte selbstverständlich nur in Bocholt wieder eingelöst werden können. "Ein Grund mehr für den Besucher aus Bocholt und dem Umland immer wieder nach Bocholt zu kommen", freut sich Mechtild Hoffs, Vorsitzende des Ra-battvereins bonuscard Bocholt e.V.
In Bocholt kommen also erstmals in Deutschland bereits im Portemonnaie vorhandene Plastikkarten zum Einsatz und – für Leute ohne EC-/Bankkarte, für Sammler und Kartenbegeisterte bzw. für niederländische Kunden ohne deutsche Bankverbindung (hier funktioniert die Speicherung der Punkte nicht auf einem Chip) - die kontoungebundene bonuscard Bocholt.
"Mittlerweile beteiligen sich ca. 60 Bocholter Händler an dem Bonussystem und ca. 8.000 Kunden begeben sich tagtäglich in Bocholt auf die Suche nach Bonuspunkten", freut sich Mechtild Hoffs, Vorsitzende des Rabattvereins bonuscard Bocholt e.V. über den Erfolg der bonuscard Bocholt.
Neben dem Bocholter Handel bringt die BEW GmbH ihre Bonuspunkte auf den Jahresstromverbrauch aus dem Watt-Extra-Stromtarif in das Bonussystem ein – bis zu DM 170.000,- können schon im ersten Jahr auf den EC-/Bank-/S-Cards und den kontoungebundenen Bonuscards geladen werden und kommen so dem örtlichen Handel zugute.
"Möglich wurde dieses innovative Stadtmarketing-Pilotprojekt vor allem durch die finanzielle Unterstützung der Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH (BEW), der Stadtsparkasse Bocholt und der Volksbank Bocholt eG", weiß Ludger Dieckhues vom Stadtmarketing Bocholt. Bereits vom ersten Meeting an, das vor ca. 1 ½ Jahren auf Initiative der Stadtsparkasse Bocholt stattfand, waren sich die Projektpartner einig, mit der bonuscard Bocholt eine innovative Idee zur neuerlichen Attraktiviätssteigerung des Einkaufsstandortes Bocholt, aber auch ein interessantes Kundenbindungsinstrument für den Bocholter Handel gefunden zu haben. Und die Resonanz seit dem 01. März sowohl auf Händler- als auch auf Kundenseite spricht für sich.