Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
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Magdeburg, 05. November 2001
Magdeburger Innenstadt soll für Einzelhändler attraktiver werden

Magdeburg. Der Stadtrat wird am Donnerstag, den 8. November 2001, die Fortschreibung des Magdeburger Märktekonzeptes als Arbeitsgrundlage für die Verwaltung beraten und beschließen.

Ziel des Konzeptes ist es, die Einzelhandelsstruktur des Magdeburger Stadtzentrums zu stärken und das Interesse von Investoren und Projektentwicklern in diesem Sinne zu lenken. Schließlich ist es in entscheidendem Maße der Einzelhandel, der für die Belebung der Innenstadt sorgt. Gastronomie, Dienstleistungen (z.B. Ärzte) und kulturelle Einrichtungen locken in direkter Nachbarschaft zu den Einkaufsmöglichkeiten zusätzliche Kunden an. Eine Erweiterung der Verkaufsfläche auf der sogenannten "Grünen Wiese" wollen Stadtrat und Verwaltung verhindern, denn sie würde sich nachteilig auf die Entwicklung der Magdeburger Innenstadt auswirken. Viele Innenstädte in den neuen Bundesländern haben diese Auswirkungen bereits zu spüren bekommen.

Voraussetzung für die Funktion und die Attraktivität eines Zentrums ist neben einem vielfältigen Branchenmix mit Magnetbetrieben auch ein städtebaulich anziehendes Umfeld. Dabei soll vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Stadtentwicklung zusätzlicher Kfz-Verkehr von vornherein vermieden werden. Mit Hilfe des Märktekonzeptes will die Stadt sicher stellen, dass man Einkäufe problemlos auch ohne Auto erledigen kann. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass das Zentrum sowohl für den Kunden als auch für den Zulieferverkehr gut erreichbar ist; dazu gehören zum Beispiel ausreichende Parkmöglichkeiten.

Das Märktekonzept sieht vor, die Versorgung innerhalb der Wohngebiete zu sichern und damit auch den Einkaufsverkehr zu reduzieren. Ziel ist eine "Stadt der kurzen Wege". Um dies zu gewährleisten, sind in den einzelnen Stadtgebieten Nahversorgungsschwerpunkte definiert, die sich in den Zentren der Wohngebiete befinden.

In den ausgewiesenen Stadtteilzentren Halberstädter Straße, Lübecker Straße und Große Diesdorfer Straße sollen nicht nur Voraussetzungen für einen Erlebniseinkauf geschaffen werden. Durch vielfältige Nutzung dieser Gebiete ergeben sich auch Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Hier sollen neben den Produkten des täglichen Bedarfes auch kleine Textil- und Schuhgeschäfte, Buchhandlungen und ähnliche Läden ihre Produkte anbieten.

Gutachter in Fragen des Einzelhandels der Landeshauptstadt ist seit 1991 die Gesellschaft für Marketing und Absatzforschung Ludwigsburg. Sie hat zahlreiche Untersuchungen zu den Einzelhandelsbetrieben durchgeführt. Anhand der nun vorliegenden Daten lässt sich die Entwicklung der Verkaufsflächen in der Landeshauptstadt innerhalb der letzten 10 Jahren verfolgen. So ist die Verkaufsfläche von 90.000 Quadratmetern 1990 auf über 580.000 Quadratmeter im Jahr 2000 angestiegen. Gegenüber den ostdeutschen Städten Dessau, Chemnitz und Halle hat Magdeburg mit knapp 2.487 Quadratmetern die größte Verkaufsfläche je 1.000 Einwohner. Auch das Kaufkraftniveau in der Landeshauptstadt liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Städte in den neuen Bundesländern.

Die Vergleiche mit anderen Kommunen zeigen, dass diese Entwicklung als positiv zu bewerten ist. Gerade in der Magdeburger Innenstadt konnte durch die Ansiedlung von Allee-Center, Ulrichshaus und City-Carré ein vielfältiges und buntes Angebot geschaffen werden, das auch für die Bewohner des weiteren Umlandes attraktiv ist, so dass die Landeshauptstadt ihre führende Rolle im Einzelhandel wieder einnehmen konnte. Grundlage für diese Handelsentwicklung, welche die Stärkung der Innenstadt und anderer zentralen Lagen präferiert und Standorte auf der "Grünen Wiese" ablehnend beurteilt, bildete bereits das Magdeburger Märktekonzept von 1993.

Für Rückfragen: Frau Ulbricht, Tel.: 540 53 87

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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
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