"Sagt nein!"
28.11.2001 | Herten
Jugendliche schaffen Mahnmal zur Erinnerung an die Zwangsarbeiter in Herten
In der letzten Woche wurde in der Freizeit- und Begegnungsstätte Westerholt eine Skulptur im Gedenken an die ehemaligen Zwangsarbeiter in Herten geschaffen. Das Mahnmal stellt einen Menschen dar, der zwischen zwei Stahlträgern, die Gewalt und Ignoranz symbolisieren sollen, quasi eingeklemmt ist. Auf den Trägern steht die Aufschrift "Sagt nein".
Diese Aufforderung ist ein Zitat aus einem Gedicht von Wolfgang Bochert: Alle Menschen werden dazu angehalten, Nein zu sagen zu Maßnahmen, die den Krieg unterstützen. Der Schriftsteller fordert in seinem Gedicht die Menschen dazu auf, Stellung zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen, um die Folgen von gleichgültigem Verhalten zu vermeiden. Die Forderung "Sagt nein" bezieht sich auch auf die Zwangsarbeit: Das, was den Zwangsarbeitern zwischen 1939 und 1945 passierte, darf nicht noch einmal vorkommen!
Auch heute sind alle Menschen aufgefordert, Nein zu sagen zu ungerechten Zuständen in der Gesellschaft. Es geht nach wie vor darum, Position zu beziehen, Verantwortung zu übernehmen und sich laut und deutlich für die eigenen Rechte und die Rechte anderer einzusetzen.
Pressekontakt: FBW, Sabine Weißenberg, Telefon 0209 - 62584



