Bürgermeister gegen Nachverdichtung der Bergarbeitersiedlung Gertrudenau

27.11.2001 | Herten

Klaus Bechtel reagiert auf Votum der Bewohner

Bürgermeister Klaus Bechtel wird dem Rat der Stadt Herten am kommenden Mittwoch vorschlagen, die Bergarbeitersiedlung Gertrudenau in ihrer gewachsenen Struktur zu erhalten und den Antrag der Viterra auf Nachverdichtung abzulehnen.

Er reagiert damit auf das Ergebnis einer schriftlichen Bürgerbefragung, die die Stadtverwaltung in der letzten Woche durchgeführt hatte. Fast 80 Prozent der Anwohner, die sich an der Befragung beteiligt haben, sprachen sich gegen die von der Viterra geplante Nachverdichtung aus. Von der Stadt waren 110 Familien angeschrieben worden. Von diesen haben 63 den Bogen zurückgeschickt, das entspricht einem Rücklauf von 57 Prozent. Nur sieben der Angeschriebenen sind mit einer Nachverdichtung, also einer Bebauung der Gärten mit weiteren Häusern einverstanden. Fünfzig Antworten, also 79,4 % waren dagegen.

"Das Ergebnis ist eindeutig," meint Bürgermeister Bechtel, "ich werde dem Rat vorschlagen, die Siedlung so zu erhalten, wie sie ist."

Wie in der lokalen Presse berichtet, kämpfen die Bewohner der Gertrudenau vor allem um den Fortbestand ihrer großen Gärten, die eine vielfältige Nutzung ermöglichen. Sie dienen nicht nur dem Anbau von Obst und Gemüse, sondern auch als Spielflächen oder für die Kleintierhaltung und sie sind Orte der nachbarschaftlichen Kommunikation.

"Es geht um den Erhalt dieser Lebensqualitäten für die dort seit vielen Jahren lebenden Menschen", so Bechtel weiter, "die finanziellen Interessen einer Wohnungsbaugesellschaft müssen dahinter zurücktreten."

Pressekontakt: Pressestelle, Norbert Johrendt, Telefon 02366-303551