Neue Methode der Volkszählung wird getestet
Magdeburg.
Ab 5. Dezember 2001 werden deutschlandweit rund 500 000 Bürger Besuch von ihrem Statistischen Landesamt bekommen. Es wird ein neues Verfahren für die Durchführung zukünftiger Volkszählungen getestet.
Ähnlich wie in anderen Staaten Europas und der Welt wird in Deutschland nach Wegen gesucht, bestehende Datenquellen für Volkszählungen zu nutzen, um die Kosten und die Belastung der Bürger zu reduzieren. Mit dem Rückgriff auf bestehende Datenquellen (z. B. Meldedaten, Daten der Bundesanstalt für Arbeit) soll gegenüber einer traditionellen Volkszählung eine deutliche Kosten- und Aufwandsreduzierung für alle Beteiligten erreicht werden.
Vor einem etwaigen Methodenwechsel sind jedoch umfangreiche Verfahrens- und Qualitätstests erforderlich. Dazu sind beispielsweise in Sachsen-Anhalt in 38 ausgewählten Gemeinden insgesamt 2315 Gebäuden zufällig ausgewählt worden, zu denen Testerhebungen bei Meldebehörden und Personen vorgesehen sind.
Von diesen wiederum werden in 14 Gemeinden und 929 Gebäuden weitere Daten von den Haushalten sowie zusätzlich von den Gebäudeeigentümern (Verwaltern) erhoben. Dabei folgt zum Stichtag 5. Dezember 2001 die schriftliche Befragung. Mit dem Fragebogen werden hauptsächlich Angaben zur Wohnfläche, zur Ausstattung und Beheizung, zur Miethöhe und zur Zahl der Bewohner sowie die Namen der Wohnungsinhaber erhoben. Auch in Magdeburg werden Einwohner und Hauseigentümer befragt.
Für eine erfolgreiche Durchführung des Tests ist die stichtagsnahe und vollständige Beantwortung der Fragebögen und ihre schnelle Rücksendung an das Statistische Landesamt in Halle besonders wichtig.
Der Datenschutz ist in vollem Umfang gewährleistet. Alle anfallenden personenbezogenen Daten werden ausschließlich von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder erhoben und verarbeitet und unterliegen der statistischen Geheimhaltung. Rückmeldungen an Verwaltungsbehörden (z. B. Meldeämter) erfolgen nicht.
Weitere Informationen über das Testvorhaben erhalten Sie im Internet unter www.statistik-bund.de/zensus/index.htm. Sie können Ihre Anfragen auch per Fax (0345 2318 18901) an das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt stellen oder sich direkt an Frau Dr. Stucinskaité, Tel. 0345 2318 560 , Frau Franke, Tel. 0345 2318 18558, oder Herrn Kamprath, Tel. 0345 2318 556, wenden.
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