Umfrage zur Sprachkompetenz startet noch in diesem Jahr

29.11.2001 | Herten

Einschätzung der Sprachfähigkeit soll speziellen Förderbedarf feststellen

In den nächsten Wochen startet die "Einschätzung der Kindergartenkinder nach ihrer Sprachfähigkeit". Der Fragebogen, der kurzfristig an alle Gruppenleiterinnen in den Hertener Tageseinrichtungen geschickt wird, wurde am 22. Oktober 2001 in der Arbeitsgruppe "Kindergärten" abgestimmt. Die Arbeitsgruppe Kindergärten setzt sich zusammen aus den Trägervertretern und delegierten LeiterInnen von Tageseinrichtungen für Kinder sowie Vertretern des Fachbereichs Schule und Jugend der Stadt Herten.

Seit drei Jahren nehmen die Lehrerinnen und Lehrer der Hertener Grundschulen eine Einschätzung der Sprachkompetenz der Erstklässler vor. In diesem Jahr wird die Umfrage erstmals auch in den Hertener Kindergärten vorgenommen. Dies ist ein Teil des Konzeptes "Sprachkompetenz" in Herten. Experten fordern einhellig, dass Sprachförderung schon im Kindergarten einsetzen muss. Dadurch soll erreicht werden, dass Kinder mit ausreichenden Deutschkenntnissen in die Grundschule kommen.

Um gezielt fördern zu können und entsprechende Fördermaßnahmen gesamtstädtisch entwickeln zu können, ist zunächst die Zahl der Kinder im Kindergartenalter mit Sprachdefiziten in der deutschen Sprache zu ermitteln.

Deshalb sollen alle Gruppenleiterinnen in den Hertener Tageseinrichtungen eine Einschätzung der deutschsprachlichen Fähigkeiten der Kinder zur aktiven Teilnahme am Kindergartenalltag geben. Erfasst werden auch die Muttersprache der Kinder und das Alter der Kinder. Die Fragebögen werden zur zentralen Auswertung an den Fachbereich Schule und Jugend der Stadt Herten geschickt. Natürlich werden die Fragebögen aus Datenschutzgründen anonym ausgefüllt.

Fachbereichsleiterin Elke Münich betont in diesem Zusammenhang, dass es sich bei dem Fragebogen nicht um einen Test für die Kinder handelt, sondern die Einschätzung auf den Beobachtungen der Erzieherinnen beruht. Gerade die Feststellung des speziellen Förderbedarfs wird in den kommenden Monaten auch Schwerpunkt in den Fortbildungen für die Erzieherinnen sein.

Pressekontakt: Elke Münich, Fachbereich Schule und Jugend, Telefon 02366-303629