Mitarbeiter des Jugendamtes lassen sich von Kollegen aus anderen Städten beraten
04.12.2001 | Herten
"Kollegiale Visitation" vermittelt neue Erkenntnisse
Das Projekt "Kollegiale Visitation" kurz "KoVis" genannt, wurde Mitte der 90er Jahre vom Landesjugendamt Westfalen–Lippe, gemeinsam mit der Stadt Herten, entwickelt. Idee des Projektes ist es, über Betriebsvergleiche zwischen den Mitgliedsstädten bzw. –kreisen Qualitätsverbesserungen in der Jugendhilfe zu erreichen. KoVis bedeutet, dass Fachleute der Jugendhilfe aus anderen Kommunen als externe Berater ausgewählte Themen und Arbeitsgebiete in einer Stadt begutachten. Durch gezielte Fragen werden Stärken und Schwächen herausgearbeitet und Hinweise zur Verbesserung gegeben.
Fachbereichsleiterin Elke Münich: "KoVis leistet Arbeit, für die wir bei einem kommerziellen Unternehmensberater viel Geld bezahlen müssten."
Als Beispiel für die gute Arbeit, die KoVis leistet, kann des Thema "Sprachkompetenz" angesehen werden. Bei der ersten Visitation in Herten im März 1999 untersuchte das KoVis-Team praktisch erstmals Hintergründe für die Sprachdefizite von Kindern ausländischer Herkunft. Politikern und Verwaltungsleuten gingen bei der Präsentation der Ergebnisse "ganze Scheinwerfer an". Damit war der Anstoß für das Projekt "Sprachförderung" gegeben, das nun in die Umsetzungsphase geht und auch überregional für Aufsehen gesorgt hat.
Dieses "alte" Thema werden sich die KoVis-Mitglieder im Januar 2002 noch einmal im Hinblick auf den Stand der Umsetzung ansehen. Die neuen Themen sind aber nicht minder spannend: Ganztagesbetreuung für Schulkinder und Jugendarbeitslosigkeit stehen auf dem Programm. Zur Vorbereitung der zweiten Visitation traf sich das KoVis-Team am 29. November in Herten.
Pressekontakt: Elke Münich, Fachbereich Schule und Jugend, Telefon 02366- 303496



