Pressemeldung der Stadt Bocholt

Bocholt, 13. Dezember 2001

Damit Kerzenschein nicht plötzlich zur scheinheiligen Gefahr wird

Aktuelle Tipps der Feuerwehr zur Vermeidung von Brandschäden während der Weihnachtszeit

Bocholt (pd).

Weihnachtszeit - Lichterzeit. Beim heimeligen Kerzenschein begehen viele Bürgerinnen und Bürger die festlichen Tage. Gerade die Nutzung von Kerzen in Verbindung mit Gestecken und Adventsschmuck erfordert aber eine erhöhte Aufmerksamkeit, damit es nicht zu Gefährdungen durch Wohnungsbrand kommt.

In den vergangenen Tagen musste die Feuerwehr allein im Stadtgebiet Bocholt bereits einige Wohnungsbrände löschen, die durch vergessene Kerzen und Adventsschmuck verursacht wurden. Hierbei ist nicht nur erheblicher Sachschaden entstanden. Einzelne Betroffene haben sich eine Rauchvergiftung zugezogen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Durch das schnelle Eingreifen konnte die Feuerwehr bisher zum Glück noch Schlimmeres verhindern.

Im Hinblick auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage weist die Feuerwehr auf Folgendes hin:

Um ein vorzeitiges Austrocknen zu verhindern, sollten Weihnachsbäume bis zur Aufstellung möglichst in kühlen Räumen aufbewahrt werden. Bei der Aufstellung sollten nur kipp- und standsichere Ständer verwendet werden. Bewährt haben sich die im Handel erhältlichen Ständer, die mit Wasser befüllt werden können. In jedem Fall ist der Weihnachtsbaum so aufzustellen, dass im Falle eines Brandes der Raum ungehindert verlassen werden kann. Deshalb nicht unmittelbar neben Türen aufstellen! Von brennbaren Vorhängen, Decken und Möbeln sollte ein Schutzabstand von mindestens 50 cm eingehalten werden. Leicht entzündliche Gegenstände dürfen sich nicht in unmittelbarer Umgebung des Weihnachtsbaumes befinden. Als Weihnachtsbaumschmuck sollte man möglichst keine leicht brennbaren Stoffe wie Papier und Watte verwenden. Weihnachtsbäume mit brennenden Wachskerzen nie unbeaufsichtigt lassen! Wenn die Kerzen am Weihnachtsbaum brennen, muss besonders auf Kinder geachtet werden!

Und wenn doch etwas passiert: Ruhe bewahren und einen Löschversuch (am besten mit Wasser) unternehmen. Falls der Brand nicht selbst gelöscht werden kann, Raum sofort verlassen und Türen zum Brandraum schließen, danach sofort die Feuerwehr alarmieren (Notruf 112) und an der Haustür erwarten.

Einen besonders effektiven Schutz gegen den leisen Tod durch giftigen Brandrauch bieten Rauchmelder, die inzwischen bereits für wenig Geld im Handel erhältlich sind.

In allen Fragen des Brandschutzes gibt Ihnen Ihre Feuerwehr gerne weitere Tipps unter Tel.: 02871/2103-0.