Konzept zum Stadtumbau liegt vor
Magdeburg.
In Magdeburg stehen derzeit rund 30.000 Wohnungen leer. Bereits im Oktober 2000 beauftragte der Stadtrat deshalb das Stadtplanungsamt, ein Konzept zum Umgang mit dem Wohnungsleerstand zu erarbeiten. Nachdem das Amt im Frühjahr ein entsprechendes Grobkonzept vorgelegt hatte, das der Stadtrat in seiner Sitzung am 7. Juni bestätigt hat, liegt nun die Endfassung des Konzeptes vor. Die Beigeordnetenrunde stimmte dem Konzept in ihrer gestrigen Sitzung zu, in den kommenden Wochen wird die entsprechende Drucksache in den Ausschüssen beraten, der Stadtrat entscheidet voraussichtlich im Februar.
Vorausgegangen waren zahlreiche Gespräche mit Wohnungseigentümern, um ein abgestimmtes Konzept zur Vorgehensweise zu entwickeln und erste Bürgerversammlungen, in denen über Umbaumaßnahmen informiert und Projekte vorgestellt wurden. Im Zeitraum von Ende Oktober bis Ende November wurden in den Stadtteilen, die besonders von Stadtumbaumaßnahmen betroffen sein werden, Bürgerversammlungen durchgeführt. Das Stadtplanungsamt berichtete in den Bürgerversammlungen über gesamtstädtische Ziele und Strategien zur Bekämpfung des Wohnungsleerstandes, während die Wohnungsunternehmen beispielhafte Umbaumaßnahmen für die jeweiligen Stadtteile vorstellten. Die Bürgerversammlungen fanden in den Stadtteilen Kannenstieg, Neu Olvenstedt, Neustädter Feld, Neu Reform, Fermersleben, Salbke und Westerhüsen statt. Die Anteilnahme war erfreulich hoch (ca. 25-250 Bürger/innen pro Veranstaltung), in Neu Reform wurde die Veranstaltung sogar wegen des großen Andranges wiederholt.
Von seiten der Bürgerinnen und Bürger wurde keine grundlegende Kritik an den aufgezeigten Strategien zum Stadtumbaukonzept geäußert. Die Bürger und Bürgerinnen stehen dem Umbauprozess grundsätzlich positiv gegenüber und rechnen in Folge der Umbaumaßnahmen mit einer deutlichen Aufwertung der Wohnquartiere. Dennoch wurde klar, dass jetzt schon eine Vielzahl von Problemen vorherrscht. Diese betreffen z.B. das unmittelbare Wohnumfeld, aber auch den baulichen Zustand einiger Gebäude. Viele Wortbeiträge waren von dem Wunsch nach frühzeitigen Informationen über die Zukunft ihrer Wohnhäuser, ihres Stadtteiles bestimmt.
Das Stadtumbaukonzept, welches im nächsten Jahr die Grundlage für den öffentlich geförderten Stadtumbauprozess bilden soll, wird im Februar 2002 dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt.
|