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| Magdeburg, 03. Januar 2002 |
Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen auch 2002 mit attraktivem Programm
Jahresrückschau 2001 und Ausblick auf 2002
Magdeburg.
Das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen der Stadt Magdeburg hat im Jahr 2001 nicht weniger als neun große Sonderausstellungen gezeigt und auch im neuen Jahr wird sich der Ausstellungsmarathon fortsetzen.
Mit einem Besucherrekord von mehr als 90 000 Besuchern blickt das Kunstmuseum, das seit April von Dr. Annegret Laabs geleitet wird, auf das noch wenige Tage laufende Kalenderjahr zurück. Nicht allein die mittelalterliche Klosteranlage, die vor allem von Tagestouristen gern besucht wird, war hierbei bewährt wichtiger Anziehungspunkt, auch von der Möglichkeit, sich die Sonderausstellungen anzusehen, ist reger Gebrauch gemacht worden. Mit neun Ausstellungen, die sich vor allem der Kunst der Gegenwart widmeten, gab es 2001 viel zu sehen. Bereits zu Beginn des Jahres wurde mit der thematischen Ausstellung "Zweisamkeit. Figurenpaare in der Bildhauerkunst" über die bis Mitte März gezeigte Ausstellung von Gemälden des Halberstädter Künstlers "Hans Hermann Richter" und die "Souvenirs" des schottischen Künstlers Jan Hamilton Finlay, bis hin zu den einprägsamen Fotografien des Berliner Fotografen Ulrich Wüst, die einen ganz anderen Blick auf die Stadt Magdeburg gaben, ein breites Spektrum geboten.
Mit der Ausstellung "Bernhard Heiliger. Köpfe" folgte ab Anfang Mai ein klassisches Bildhauerthema, dass nicht nur einem der prominentesten Bildhauer der bundesdeutschen Nachkriegszeit, sondern auch einem wichtigen künstlerischen Komplex, der Portraitkunst gewidmet war. Zu erinnern sei auch an die Skulpturenausstellung des Westerwälder Bildhauers Erwin Wortelkamp, Jg. 1938, dessen großen grob behauenen Holzskulpturen nicht allein in der Galerie, sondern auch im Umfeld der Klostergebäude aufgestellt waren und so die Blicke der Magdeburger auf sich zogen. Zudem wurden in Studioausstellungen die im Rahmen von ABM-Projekten erarbeiteten Ergebnisse zum Leben und Wirken Carl Christoph Gottlieb Zerrenners, dem letzten Probst des Klosters sowie Thematisches aus dem Bibliotheksbestand präsentiert.
Und nicht zuletzt sei an die beiden großen Ausstellungen erinnert, die noch über die Weihnachtsfeiertage bis ins neue Jahr zu besichtigen sind: "Maschinentheater. Positionen zeitgenössischer Kunst seit Tinguely" (bis 06.01.02) und "Fliegende Katakomben" des Mönchengladbacher Bildhauers Thomas Virnich (bis 20.01.02). Gerade die letzten beiden Ausstellungen entwickelten sich zu Publikumsmagneten vor allem der jüngeren Generation des kunstinteressierten Magdeburger Publikums. So nutzten auch viele Lehrer dieses Angebot im Rahmen des Kunstunterrichtes, so dass bis Mitte Dezember 2312 Schüler die beiden Ausstellungen im Rahmen von Unterrichtsveranstaltungen besuchten.
Auch für das kommende Jahr 2002 verspricht Magdeburgs Kunstmuseum dem interessierten Publikum wieder viele attraktive Expositionen.
Bereits am Sonntag, den 13. Januar eröffnet mit "Wilhelm Loth (1920-1993). Plastiken" die erste Sonderausstellung des Jahres, die einen Überblick über das Gesamtschaffen dieses einflussreichen Karlsruher Bildhauers zeigen wird, der sich in seinen Plastiken seit Ende der 40er Jahre ausschließlich mit dem Körper der Frau auseinandersetzte.
Im Februar wird dann die bereits vor einigen Jahren begonnene Ausstellungsreihe "Interferenzen" mit Werken des Fotokünstlers Kurt Buchwald fortgesetzt.
Freunde der Barockkunst werden hingegen ab 21. März 02 zu ihrem Recht kommen, wenn sich die Türen zur Ausstellung "Kleine Ekstasen. Barocke Bildwerke der Sammlung Dessauer" öffnen. Zirka 70 Kleinbildwerke, die einst als Bozzetti (Entwürfe) für bedeutende Ensemble entstanden sind, werden dann nach dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zum zweiten Mal in Deutschland zu sehen sein. (Abb.)
Ab April wird mit einer Ausstellung neuer Skulpturen des brandenburgischen Bildhauers Werner Stötzer und dessen Lebensgefährtin Sylvia Hagen auf den Kontext der Sammlung Bezug genommen und nach der großen Retrospektive von 1992 erstmals wieder Arbeiten dieses Bildhauers im Magdeburger Haus präsentiert. Im Sommer folgt eine umfangreiche Ausstellung phantasievoller und farbenfroher Gemälde des Leipziger Malers Hartwig Ebersbach, der vor zehn Jahren ebenfalls schon einmal in Magdeburg zu Gast war.
Neben diesen größeren Ausstellungen werden kleinere Präsentationen zu verschiedenen Themen, unter anderem zur aktuellen Schmuckgestaltung in Sachsen-Anhalt sowie zur Münz- und Medaillenkunst das Ausstellungsprogramm ergänzen.
Mehr wert als bisher, wird in den kommenden Jahren auf die Vermittlung von Hintergrundinformationen im Rahmen von Begleitveranstaltungen, wie etwa Film, Vorträge, Künstlergespräche und Diskussionsrunden sowie Sonderführungen gelegt. Vormerken darf man sich hier schon den Mittwoch als festen Veranstaltungstag des Hauses. Ein entsprechendes Programm, aus dem alle Termine zu entnehmen sind, wird nun alle vier Monate erscheinen (nächster Termin Anfang Januar) und ist im Kunstmuseum selbst, sowie an bekannten Verteilerorten in Magdeburg erhältlich.
Freuen dürfen sich die Besucher auch auf die erste Magdeburger Museumsnacht, die am 11. Mai stattfindet und die dann erstmals auch den Magdeburgern und ihren Gästen die Möglichkeit eröffnet, die Magdeburger Museen in neuem Licht sowie unermüdlicher Aktivität und Attraktivität zu begrüßen. Anlässlich dessen wird im Kunstmuseum unter anderem eine Performance des in Leipzig lebenden Künstlers Erwin Stache zu sehen sein.
Doch es laufen im Haus bereits die Ausstellungsplanungen für die nachfolgenden Jahre. So soll im Jahr 2003 im Rahmen der deutsch-italienischen Kulturtage eine Ausstellung die wichtigsten künstlerischen Positionen der italienischen Avantgarde der 1960er und ´70er Jahre zeigen. Und bis zum Stadtjubiläum 2005 wird man sich im Kunstmuseum mit einem Großprojekt beschäftigen, dass die künstlerische Auseinandersetzung mit dem stadt- und landschaftsbeherrschenden Strom Elbe zum Inhalt hat.
Abschließend bleibt nur, allen Gästen des Hauses Dank für ihren Besuch zu sagen und sie mit den besten Wünschen auch für das kommende Jahr zu neuen Entdeckungen im alten Klostergebäude einzuladen.
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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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