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Erfolg bei "Leader +" für Fehngebiet und "W.E.R.O."

14. Januar 2002

Landkreis Leer -"Gleich mit beiden Bewerbungen haben wir bei 'Leader +' Erfolg gehabt", freut sich der Leeraner Landrat Bernhard Bramlage. Nach einem aufwendigen Bewerbungs- und Genehmigungsverfahren hat die Europäische Kommission nun das niedersächsische Förderprogramm für die Gemeinschaftsinitiative Leader + genehmigt. Mit dabei sind das Fehngebiet, es umfasst Teile der Landkreise Leer, Aurich, Ammerland und Cloppenburg, sowie "W.E.R.O.-Deutschland", die Region der Rheiderlandgemeinden sowie die angrenzenden emsländischen Gemeinden bis Haren. Für beide Regionen werden insgesamt bis 2006 rund 4,3 Millionen Euro an Fördermitteln fließen.

Landrat Bramlage lobte die Mitwirkung der Bevölkerung und der beteiligten Stellen bei der Vorbereitung der regionalen Entwicklungskonzepte. Sie seien das Ergebnis einer bisher einmaligen Zusammenarbeit, die Gemeinde-, Landkreis- und bei W.E.R.O. sogar Staatsgrenzen überschreiten. Die Koordination der Konzepterstellung oblag dem Amt für Wirtschaftsförderung und Fremdenverkehr der Kreisverwaltung in Leer, das auch für die weitere Abwicklung in der Region zuständig ist.

Beim Konzept für das Fehngebiet seien mit kreativen Ideen Perspektiven für die Zukunft erarbeitet worden, so Bramlage. Auf weit über 100 Seiten eines proffesionell gestalteten Konzeptes wurde der EU "nahe gelegt", wie die Region ihre einmalige Kulturlandschaft und die kulturellen Besonderheiten dazu nutzen könne, die Lebensqualität für die Fehntjerinnen und Fehntjer zu verbessern. Bei den Entwicklungszielen geht es beispielsweise um Aufgaben wie Fehnidentität und -kultur zu bewahren und zu fördern, weiter um die Erhaltung und Weiterentwicklung fehntypischer Siedlungen und Landwirtschaft und um die Frage, wie das Fehngebiet für Tourismus und Freizeitgestaltung gestärkt und wie durch Aus- und Weiterbildung neue Arbeitsplätze geschaffen werden sollen.

Genauso umfangreich ist das Konzept "W.E.R.O.-Deutschland". Es steht unter dem Motto "Emsnah, grenznah - Traditionen bewahren, Visionen verwirklichen". Die Gemeinden zwischen Ems und niederländischer Grenze verstehen sich dabei als eine Region mit gemeinsamen Wurzeln und gemeinsamer Zukunft und sind Bestandteile eines grenzüberschreitenden Zusammenschlusses einer deutsch-niederländischen Kooperation. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass nicht Konkurrenzstreben, sondern nur regionales, grenzüberschreitendes Denken und Handeln aller Beteiligten voranbringt. Dabei werden konkret Ziele gesteckt, bei denen es darum geht, regionale kleine und mittlere Unternehmen zu stärken, neue Technologien und Dienstleistungen auszubauen, die Arbeitsmarktstrukturen zu verbessern, Kultur und Naturgüter zu erhalten und zu entwickeln, die Landwirtschaft ökonomisch und gesellschaftlich zu stärken und zu entwickeln und das touristische Profil zu schärfen.

25 niedersächsische Regionen hatten sich beworben und dazu so genannte "Leader +"-Aktionsgruppen gebildet. Dabei wurden in einem intensiven Prozess unter Beteiligung der örtlichen Bevölkerung und der Wirtschafts- und Sozialpartner maßgeschneiderte Strategien für die Entwicklung der jeweiligen Regionen entworfen. Aus diesen 25 Bewerbungen sind 17 Entwicklungskonzepte von einer Expertengruppe aus Praxis und Wissenschaft herausgefiltert worden, die nun landesweit bis 2006 mit 34,5 Millionen Euro gefördert werden sollen. Dabei geht es weniger um Investitionen, als vielmehr darum, Impulse zu setzen und neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung zu beschreiten.

Pressekontakt: Landkreis Leer, Pressestelle: Dieter Backer

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